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20210704182638

Was am Sonntag, 4. Juli, wichtig war

18:26
04.07.2021
Bremen und Niedersachsen
  • Das Gesundheitsressort hat für Sonntag vier Neuinfektionen gemeldet, die alle auf die Stadt Bremen entfallen. Akut infiziert sind damit insgesamt 99 Menschen im Land Bremen. Die Zahl der Toten bleibt unverändert bei 488. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen steigt leicht auf 7,6. In Bremerhaven bleibt der Wert bei 7.


Deutschland und die Welt
  • Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gestiegen. Sie lag bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor (4,9; Vorwoche: 5,7).
  • Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung für England die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht angekündigt. Schutzmasken, die derzeit noch in Geschäften sowie Bussen und Bahnen verpflichtend sind, würden bald zur „persönlichen Entscheidung“.

Patrick Reichelt

Russland verzeichnet mehr als 25 000 Corona-Neuinfektionen

15:46
04.07.2021
In Russland spitzt sich die Corona-Lage weiter zu. Die Behörden registrierten am Sonntag mehr 25 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie seit Anfang Januar nicht mehr. Im selben Zeitraum starben demnach 663 Menschen mit dem Virus. Zuvor waren fünf Tage in Folge Rekordwerte bei den Todeszahlen gemeldet worden. Im flächenmäßig größten Land der Erde grassiert vor allem die hochansteckende Delta-Variante. Das Robert Koch-Institut hat Russland deshalb als Virusvariantengebiet eingestuft.

Besonders betroffen sind die russische Hauptstadt Moskau und die Touristenmetropole St. Petersburg, in der am Freitag das letzte von sieben Spielen der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen worden war. Auf Bildern aus den Fan-Zonen waren viele Menschen ohne den vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz zu sehen.

In Moskau gab es den Angaben vom Samstag zufolge 111 Todesfälle und mehr als 7600 Neuinfektionen; in St. Petersburg 104 Tote und knapp 1800 neue Corona-Fälle. Erwartet werden neue Tageshöchststände auch in den kommenden Tagen.

Trotz der hohen Zahlen sei kein landesweiter Lockdown geplant, hatte der Kreml mitgeteilt. Allerdings gibt es in einzelnen Regionen zunehmende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der hohen Infektionszahlen und der Überlastung der Krankenhäuser - wie etwa in Burjatien am Baikalsee. In Moskau dürfen Menschen nur noch mit einem negativen PCR-Test oder als Geimpfte mit einem QR-Code ins Restaurant. Arbeitgeber vieler Bereiche sind in der Hauptstadt verpflichtet, Impfungen ihrer Mitarbeiter durchzusetzen.

Michael Rabba

Ramelow: „Müssen uns besser auf den Herbst vorbereiten“

14:56
04.07.2021
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow setzt auf Frühwarnsysteme, die ein stärkeres Auftreten des Coronavirus rechtzeitig anzeigen. Analysenmesstechnik einer Firma aus Jena, die mit einer Thüringer Hochschule zusammenarbeite, solle in Zukunft die Virenkonzentration im Abwasser messen, sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Ihr Einsatz in Thüringen werde gerade vorbereitet.

Zudem solle ein System anlassloser Tests etwa in Unternehmen oder Kindereinrichtungen installiert werden. Der wissenschaftliche Beirat, der die Landesregierung bei der Eindämmung der Pandemie berät, habe dies vorgeschlagen. „Wir müssen uns besser auf den Herbst vorbereiten als im vergangenen Jahr“, sagte Ramelow. Dazu gehöre, rechtzeitig Infektionsherde zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Er hoffe, dass dies sowie der weiter steigende Anteil der geimpften Bevölkerung einen Lockdown wie im Winter und Frühjahr verhindern könne. Wenn nötig, sollten statt flächendeckender Einschränkungen regionale oder lokale Regelungen gelten, so Ramelow. Auch andere Politiker hatten sich in den vergangenen Tagen dafür ausgesprochen, einen erneuten bundesweiten Lockdown im Herbst zu verhindern.

„Der Sommer wird eine ruhigere Zeit. Aber es gibt keinen Grund zur Entwarnung“, sagte Ramelow. Er rechne mit einer vierten Corona-Welle im Herbst, wenn sich die Menschen wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhielten. „Die Frage ist nur, wie stark sie ist.“ Das hänge auch davon ab, wie schnell sich die Coronavirus-Variante Delta ausbreite.

Michael Rabba