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Russland verzeichnet Tageshöchstwert bei Corona-Toten: 697 Fälle

13:02
03.07.2021
Russland hat in der Corona-Pandemie einen neuen Höchststand bei den Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet. 697 Patienten seien mit dem Coronavirus gestorben, teilte der Krisenstab am Samstag in Moskau mit. Die Zahl der erfassten Neuinfektionen stieg demnach auf 24 439. Das war der höchste Wert seit dem 16. Januar. Im flächenmäßig größten Land der Erde grassiert vor allem die hochansteckende und gefährliche Delta-Variante. Das Robert Koch-Institut hat Russland deshalb als Virusvariantengebiet eingestuft.

Besonders betroffen sind die russische Hauptstadt Moskau und die Touristenmetropole St. Petersburg, in der am Freitag das letzte von sieben Spielen der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen worden war. Auf Bildern von den Fan-Zonen der Stadt waren viele Menschen ohne den vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz zu sehen.

In Moskau gab es den Angaben vom Samstag zufolge 116 Todesfälle und 7446 Neuinfektionen; in St. Petersburg 110 Tote und 1733 neue Corona-Fälle. Erwartet werden neue Tageshöchststände auch in den kommenden Tagen.

Trotz der hohen Zahlen sei kein landesweiter Lockdown geplant, hatte der Kreml mitgeteilt. Allerdings gibt es in einzelnen Regionen zunehmende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der hohen Infektionszahlen und der Überlastung der Krankenhäuser - wie etwa in Burjatien am Baikalsee. In Moskau dürfen Menschen nur noch mit einem negativen PCR-Test oder als Geimpfte mit einem QR-Code ins Restaurant. Arbeitgeber vieler Bereiche sind in der Hauptstadt verpflichtet, Impfungen ihrer Mitarbeiter durchzusetzen.

Patrick Reichelt

Mallorca hofft trotz steigender Corona-Zahlen auf gute Sommersaison

12:15
03.07.2021
Trotz wieder zunehmender Corona-Infektionen hoffen die Politik und die Tourismusbranche auf der Deutschen liebsten Ferieninsel Mallorca auf eine gute Sommersaison. „Die Lust aufs Reisen ist groß. Wir hoffen auf eine Saison, die weit bis in den Herbst hinein anhält“, zitierte die „Mallorca Zeitung“ Regionalpräsidentin Francina Armengol. Auch die Managerin von Hotels der Gruppe Melía in Magaluf, Belén Sanmartín, äußerte sich vorsichtig optimistisch. Sie hoffe in diesem Sommer auf eine Auslastung von 50 bis 60 Prozent, berichtete die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag.

Magaluf, sozusagen der Ballermann der Briten, erwacht gerade zu neuem Leben, nachdem Großbritannien die Balearen auf die grüne Liste der Regionen gesetzt hat, die bei der Rückkehr in die Heimat keine Quarantänepflicht auslösen. Allerdings müssen Briten anderes als Deutsche einen negativen PCR-Test vorlegen, um zu der Inselgruppe im Mittelmeer zu reisen.

Aber alle, die auf Mallorca und den anderen Baleareninseln Menorca, Ibiza und Formentera leben, treibt die Sorge um, dass sich der vergangene Sommer wiederholen könnte, als die Pandemie zunächst unter Kontrolle schien, die Zahlen dann aber im Laufe des Sommers wieder in die Höhe schossen.

Mehr infizierte junge Leute, viel weniger Tote, auf diese Formel lässt sich die Corona-Entwicklung in Spanien derzeit bringen. Seit April waren die Corona-Zahlen stetig gesunken, jetzt steigen sie wieder deutlich. Auch auf den den Balearen kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz wieder auf 94, auch wegen einer Massenansteckung spanischer Schüler auf Abiturreisen.

Anders als bei früheren Corona-Wellen sind dieses Mal besonders jüngere Menschen betroffen, die nur leichte oder gar keine Krankheitssymptome entwickeln. Die Patientenzahlen auf Intensivstationen und die Todeszahlen bleiben deshalb bisher niedrig. In der Gruppe der 20- bis 29-jährigen beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien rund 450. Mallorca hat deshalb vergangene Woche mit der Impfung von 16- bis 29-Jährigen begonnen.

Die meisten Fälle gehen bisher noch auf die zuerst in Großbritannien festgestellte Alpha-Variante des Coronavirus zurück. Aber auch die als ansteckender geltende Delta-Variante ist auf dem Vormarsch. Experten gehen davon aus, dass sie bis zum Sommer in ganz Europa vorherrschend sein wird.

Michael Rabba