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Südkorea mit höchstem Corona-Tageswert seit sechs Monaten

12:03
02.07.2021
Südkorea hat bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus den höchsten Stand seit fast sechs Monaten verzeichnet. Am Donnerstag seien 826 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Es war demnach der höchste Tageswert seit dem 7. Januar. Die Gesamtzahl sei auf mehr als 158 500 Fälle gestiegen. Die Behörden warnten, dass sich die Corona-Lage angesichts der zunehmenden Aktivitäten der Menschen im Freien und der zunehmenden Zahl der Delta-Fälle weiter verschlimmern könnte.

Es sei besonders beunruhigend, dass es unter jüngeren Menschen eine steigende Zahl von Ansteckungen gebe, sagte Premierminister Kim Boo Kyum. In der vergangenen Wochen seien vier von zehn Fällen bei Menschen in den Zwanzigern und Dreißigern vorgekommen. Mehr als 80 Prozent der täglichen Neuansteckungen entfielen in den vergangenen drei Tagen auf Seoul und die umgebende Region. Eine zuvor für Donnerstag geplante Lockerung der Beschränkungen in der Hauptstadtregion wurde auf nächste Woche verschoben.

Südkorea ist bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Es wurden jedoch bisher nur etwa 30 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft. Vor allem jüngere Erwachsene wurden noch nicht immunisiert.

Malte Bürger

Spahn wirbt für Astrazeneca plus Biontech oder Moderna

11:45
02.07.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert. „Es wird sehr zügig gehen können, die Empfehlung umzusetzen, weil ausreichend mRNA-Impfstoff da ist“, sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit seinen Länder-Kolleginnen und -Kollegen am Freitag in Berlin.

Die Impfkommission hatte am Vortag überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten sollen.

„So eine Empfehlung kann natürlich leicht viele, die sich impfen lassen wollen, im erste Moment verunsichern“, räumte Spahn ein. Er und die Gesundheitsminister der Länder seien von der Entscheidung überrascht worden. Beim Chef der Impfkommission, Thomas Mertens, der bei den Ministerberatungen zugeschaltet gewesen sei, hätten die Politiker deshalb dafür geworben, „dass wir miteinander noch etwas besser die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik machen“. Allein in der kommenden Woche seien 500.000 bis 700.000 Menschen betroffen, bei denen eigentlich eine Zweitimpfung mit Astrazeneca anstehe.

Jan-Felix Jasch