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Zeitung: Spahn will 204 Millionen Impfstoffdosen für 2022

19:54
30.06.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach einem Bericht der „Handelsblatts“ mehr als 204 Millionen Corona-Impfstoffdosen für das kommende Jahr beschaffen. „Somit würde für Deutschland samt Sicherheitsreserve mit einer Versorgung von etwas mehr als zwei Dosen pro Einwohner gerechnet“, zitierte die Zeitung aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums für das Kabinett. Es sei ratsam, rechtzeitig weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen und für Auffrischungsimpfungen zu sichern. So könnten mögliche Lieferausfälle oder andere nicht vorgesehene Probleme abgefedert werden. Insgesamt rechnet das Ministerium mit Kosten in Höhe von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2022.

Patrick Reichelt

Bund verlängert Hilfen für kleinere Start-ups in Corona-Krise

19:24
30.06.2021
Nach dem im Frühjahr 2020 aufgelegten Zwei-Milliarden-Schutzschild für Start-ups in der Corona-Krise stützt der Bund zumindest kleinere Wachstumsfirmen weiter. Das Wirtschafts- und das Finanzministerium verständigten sich darauf, Teile des Hilfspakets fortzuführen und Finanzhilfen entsprechend aufzustocken.

Demnach wird der Förderbetrag im Rahmen der Kleinbeihilferegelung auf 1,8 Millionen Euro erhöht und die sogenannte Säule 2 des Maßnahmenpakets um weitere sechs Monate bis Jahresende verlängert, wie die Ministerien am Mittwoch in Berlin mitteilten. Die Hilfen für größere Start-ups dagegen sollen angesichts der Entwicklung auf dem Wagniskapitalmarkt fristgemäß am 30. Juni dieses Jahres auslaufen.

Um Start-ups und junge Wachstumsunternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen, hatte die Bundesregierung im vergangenen Frühjahr ein Maßnahmenpaket von 2 Milliarden Euro aufgelegt. Über Säule 1 sollten rasch zusätzliche öffentliche Mittel bereitgestellt werden, damit Wagniskapital-Fonds auch in der Corona-Krise innovative und zukunftsträchtige Start-ups weiter mit Finanzierungsrunden begleiten. Über Säule 2 sollten kleine Mittelständler und Start-ups über Landesförderinstitute gestützt werden, die keinen Zugang zu Wagniskapitalfonds haben.

Patrick Reichelt

Luca-App durchbricht Schwelle von 20 Millionen Nutzern

18:35
30.06.2021
Die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird nach Angaben des Betreibers inzwischen von mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland verwendet. Alleine in den vergangenen vier Wochen hätten sich mehr als neun Millionen Anwenderinnen und Anwender neu registriert, teilte die Culture4Life GmbH am Mittwoch in Berlin mit.

Während die offizielle Corona-Warn-App des Bundes anonym riskante Begegnungen zwischen zwei Personen erfasst, soll die Luca-App helfen, die in den meisten Bundesländern vorgeschriebene Erfassung der Daten von Restaurant-Besuchern und anderen Gästen zu digitalisieren. Diese Daten können bei Bedarf den Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt werden. Aktuell nutzten 260 000 Standorte das System, um einen Check-in zu erleichtern und die sonst damit verbundene Zettelwirtschaft überflüssig zu machen.

In den vergangenen 28 Tagen haben sich nach Angaben der Luca-Macher die Bürgerinnen und Bürger bundesweit über 42 Millionen Mal mit Luca eingecheckt. In diesem Zeitraum seien dabei täglich rund 1100 Betroffene in der Luca-App über eine Datenabfrage im Rahmen der Kontaktnachverfolgung eines Gesundheitsamtes informiert worden. Inzwischen sind 317 Gesundheitsämter an das System angeschlossen.

Die aktuelle Version der Luca-App beherrscht nicht nur die Check-in-Funktion, sondern kann auch digitale Impfzertifikate importieren und darstellen. Außerdem können negative Testergebnisse hinterlegt und bei Erfordernis vorgelegt werden. Ergänzt wurde die App um eine Funktion, um das Buchen von Testterminen zu erleichtern.

Patrick Reichelt