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Kapitel

Montag, 28. Juni

Was am Montag, 28. Juni, wichtig war

20:14
28.06.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen gibt es eine Neuinfektion, die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle beträgt damit jetzt 27.425. Die Zahl der aktiven Infektionen sank um vier auf 86, teilt das Gesundheitsressort weiter mit. 26.855 (+5) Menschen gelten als genesen. Die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbener bleibt unverändert bei 484. Die Neuinfektion wurde in Bremerhaven registriert. Dort gibt es jetzt 4.528 insgesamt bestätigte Fälle und 6 (+1) aktive Infektionen. 4.418 (+0) Menschen in Bremerhaven gelten als genesen. Die Zahl der Verstorbenen beträgt unverändert 104.
  • Der Inzidenzwert in Bremen beträgt 7,4 und in Bremerhaven 0,9. 
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich für strengere Kontrollen von Reiserückkehrern ausgesprochen. "Auch in Ländern mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen läuft man Gefahr, mit anderen Urlaubern zusammenzukommen, die das deutlich ansteckendere Delta-Virus mit sich tragen", sagte er der "Welt".
Deutschland und die Welt:
  • Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren. Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, heißt es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend.
  • Trotz wachsender Sorge vor einem vermehrten Einschleppen der ansteckenderen Delta-Variante müssen sich Reisende vorerst nicht auf schärfere Corona-Bestimmungen einstellen. Das ist das Ergebnis von Beratungen von Bund und Ländern vom Montag. Die geltende Einreiseverordnung wird demnach nicht kurzfristig geändert.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt erneute Grenzschließungen zu europäischen Nachbarn auch bei einer Verschärfung der Corona-Krise ab. Das sagte die CDU-Politikerin bei einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 219 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 5,7 auf 5,6.

Nach Massenansteckung von Schülern verschärft Mallorca Einreiseregeln

20:13
28.06.2021
Nach der Ansteckung von rund tausend Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten auf Mallorca hat die Regionalregierung der Balearen eine Verschärfung der Einreiseregeln für große Gruppen beschlossen. Die Teilnehmer von organisierten Gruppenreisen müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen, wie die Regierung der spanischen Mittelmeer-Region am Montag in Palma mitteilte. Das werde künftig für Gruppen ab 20 Personen gelten, die Mallorca, Ibiza, Menorca oder Formentera besuchen, hieß es.

Allein in Madrid wurden bisher 493 Ansteckungen von Jugendlichen registriert, die Mitte Juni auf Klassenfahrt auf Mallorca waren, wie die Regionalregierung am Montag mitteilte. Besonders viele Fälle wurden unter anderem auch im Baskenland, Valencia, Galicien und Katalonien verzeichnet. Die Zahlen steigen täglich.

Es wird vermutet, dass sehr viele der betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren. Andere kamen vermutlich erst auf der Insel miteinander in Kontakt. Alle Schüler hätten sich mit der Alpha-Variante des Virus infiziert, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war, hieß es.

Die Corona-Zahlen waren in Spanien monatelang nahezu kontinuierlich zurückgegangen. Seit einigen Tagen steigt allerdings die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Montag durchbrach sie nach langer Zeit wieder die Marke von 50. Sorgen bereitet in Spanien unter anderem auch die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus im Nachbarland Portugal.

Für die Einreise in Spanien allgemein gilt: Die Bewohner mehrerer EU-Länder, unter ihnen auch Deutschland, sowie einiger EU-Regionen müssen auch dann keinen negativen Corona-Test vorlegen, selbst wenn sie noch ungeimpft sind. Der Grund dafür ist, dass diese Länder und Regionen zusammen mit 15 EU-Drittstaaten, darunter Australien, Neuseeland, Israel, die USA und China, nicht auf der Liste der Risikogebiete des spanischen Gesundheitsministeriums stehen.

Das bedeutet, dass Deutsche, die nach Spanien reisen wollen, nur dann einen Corona-Test oder den Nachweis des vollständigen Impfschutzes vorlegen müssen, wenn sie auf die Balearen wollen und Teil einer organisierten Reisegruppe von 20 oder mehr Touristen sind.

Michael Rabba