In Italien ist die Maskenpflicht im Freien seit Montag Vergangenheit. Jubelfeste wegen der Lockerung der Corona-Schutzregeln gab es in dem Mittelmeerland aber nicht. Vielmehr trugen auch zum Wochenstart nicht wenige Passanten auf den Straßen in Rom wie gewohnt den Mund-Nasen-Schutz. Trotz sommerlicher Temperaturen um 30 Grad entschieden sich auch in anderen Städten nicht wenige freiwillig dafür. Andere setzten die Erleichterung dankbar um.
Im Fernsehen gaben einige Menschen an, sie wollten vorsichtig bleiben. Wegen der sinkenden Infektionszahlen hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi die Tragepflicht im Freien aufgehoben. Alle Regionen Italiens gelten als sogenannte Weißen Zonen mit wenigen Beschränkungen.
Allerdings warnen Politiker und Experten in dem 60-Millionen-Einwohner-Land vor neuen Risiken durch die Delta-Variante. Die Italiener und Italienerinnen müssen zudem in Innenräumen wie Läden, Museen, Bussen und Zügen stets eine Maske tragen. Draußen soll sie griffbereit bleiben. Denn sobald die Schutzabstände nicht einhalten werden können, muss sie aufgezogen werden. Italien zählte am Sonntag rund 780 Neuinfektionen in 24 Stunden sowie 14 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.