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20210622130919

Schweden will nun auch Jugendliche ab 16 Jahren impfen

13:00
22.06.2021
In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten. Das hat die nationale Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten beschlossen, wie sie am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei vor allem die Teenager selbst vor einer Erkrankung zu schützen, aber auch zu einer insgesamt geringeren Infektionsausbreitung in der Bevölkerung beizutragen. Mit den Impfungen der Jüngeren solle begonnen werden, wenn alle Erwachsenen damit durch sind. Das dürfte voraussichtlich im August der Fall sein. Zudem empfiehlt die Behörde, auch Kindern im Alter von über zwölf Jahren mit gewissen medizinischen Beschwerden eine Impfung anzubieten.

Bislang hatte die Altersgrenze für die Corona-Impfungen in Schweden bei 18 Jahren gelegen. Bis Dienstag sind in dem skandinavischen EU-Land rund sieben Millionen Impfdosen verabreicht worden, darunter 4,4 Millionen Erst- und 2,6 Zweitimpfungen. Damit haben 54 Prozent aller Erwachsenen ihre erste Corona-Impfung erhalten, knapp 32 Prozent sind fertig geimpft.

Jan-Felix Jasch

Merkel warnt vor voll besetzten EM-Stadien

12:26
22.06.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus vor voll besetzen Stadien bei der Europameisterschaft gewarnt und die Europäische Fußball-Union (UEFA) zu verantwortungsvollen Entscheidungen gemahnt. „Ich hielte es nicht für gut, wenn voll besetzte Stadien dort sind“, sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Berlin mit Blick auf Großbritannien. Sie denke es zwar nicht, hoffe aber, dass die UEFA verantwortungsvoll mit der Lage umgehe, sagte Merkel.

In Großbritannien grassiert die Delta-Variante des Virus. Seit Tagen wird darüber diskutiert, ob die Halbfinal-Spiele und das Finale der EM wie geplant in London stattfinden sollen oder ob der Austragungsort gewechselt wird.

Merkel betonte, nachdem Großbritannien Virusvariantengebiet sei, müsse jeder, der von dort nach Deutschland zurückkomme, 14 Tage in Quarantäne - mit ganz wenigen Ausnahmen. Der Reiseverkehr sei sehr eingeschränkt. Sie unterstütze alle Anstrengungen der britischen Regierung, die notwendigen Hygienemaßnahmen walten zu lassen.

Max Seidenfaden

EU kauft weitere 150 Millionen Impfdosen von Moderna

11:31
22.06.2021
 Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Moderna. Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher am Dienstag mitteilte. Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen.

Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar. Mit dem zweiten Kontrakt waren 150 Millionen Impfdosen fest bestellt und weitere 150 Millionen Dosen als Option vereinbart worden. Um diesen Teil der Vereinbarung geht es jetzt.

Die EU könne damit an Virusvarianten angepassten Impfstoff sowie Impfstoffe für Kinder und für Auffrischungen kaufen, sagte der Sprecher. Der Vertrag garantiere zeitnahe Lieferung und die Möglichkeit, diese an den Bedarf der EU-Staaten und an die Pandemielage anzupassen. Die Mitgliedsstaaten könnten den Impfstoff auch weiterverkaufen oder spenden, um zur Versorgung anderer Staaten weltweit beizutragen.

Der Impfstoff von Moderna gilt als sehr wirksam und sehr sicher. Das Präparat wurde in Europa inzwischen millionenfach verwendet. Es handelt sich wie beim Vakzin von Biontech/Pfizer um einen mRNA-Impfstoff.

Max Seidenfaden