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Sorge wegen Delta-Variante steigt - Fahrplan für den Herbst gefordert

14:36
21.06.2021
Trotz sinkender Corona-Zahlen in Deutschland steigt die Sorge wegen der möglicherweise gefährlicheren Delta-Variante des Coronavirus. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schloss deshalb eine Rückkehr zu Kontaktbeschränkungen nicht aus. „Ich rechne damit, dass die Delta-Variante in einem Monat auch in Deutschland die vorherrschende Variante ist“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Dann stelle sich die Frage: „Wie wirkt welches Vakzin auf sie?“ Man könne auch nicht ausschließen, dass Menschen infiziert aus dem Sommerurlaub zurückkehren. Von den Antworten auf diese Fragen hänge ab, „ob wir eine vierte Welle bekommen und wieder zu Kontaktbeschränkungen zurückkehren. Ausschließen können wir das nicht“.

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden. „Wir können jetzt lockern“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. „Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter.“

Oppositionspolitiker forderten von der Bundesregierung einen konkreten Fahrplan, wie der Delta-Variante begegnet werden soll. „Das Politikversagen, das wir im letzten Jahr durch fehlende Luftfilter in Schulen, volle Busse und Bahnen und viel zu wenig Schutz am Arbeitsplatz erleben mussten, darf sich nicht wiederholen“, sagte Linke-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali der „Welt“. „Die Bundesregierung muss endlich aus ihren Fehlern lernen und die Strukturen schaffen, um einen guten Herbst und Winter zu ermöglichen.“

Jan-Felix Jasch