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Lissabonner nehmen Corona-Abriegelung gelassen hin

12:41
19.06.2021
Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin. Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Großraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung „Público“ am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die für Samstag geplante Gaypride-Parade wurde am Freitag kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden.

Die Absperrung war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Lissabon angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die „Area Metropolitana“ nur aus triftigem Grund - wie etwa den Weg zur Arbeit oder zum Arztbesuch - verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.

Touristen, die in Lissabon landen, um in einem anderen Landesteil Urlaub zu machen, oder auch Besucher, die nach Hause zurückfliegen, sind nicht betroffen. Ministerpräsident António Costa wies Kritik zurück, die Maßnahme sei angesichts einer noch relativ entspannten Lage übertrieben oder womöglich sogar unrechtmäßig. „Wenn man keine Maßnahmen ergreift, nimmt die Pandemie wieder zu.“

Malte Bürger

Ein weiterer Corona-Todesfall in Bremen

11:42
19.06.2021
In der Stadt Bremen hat es sechs neue Coronainfektionen gegeben, wodurch die Zahl der bestätigten Fälle auf insgesamt 22.849 gestiegen ist. Die Zahl der Genesenen blieb gegenüber Freitag bei 22.325, ein weiterer Mensch ist mit oder an den Folgen des Coronavirus gestorben (Gesamt: 379).  Der Inzidenzwert hat sich durch diese Entwicklung minimal erhöht, er liegt jetzt bei 6,8 (Vortag: 6,7).

In Bremerhaven ist die Inzidenz derweil auf 3,5 gesunken (Vortag: 4,4). Die Zahl der bestätigten Fälle liegt unverändert weiterhin bei 4527, auch bei den Genesenen (4355) oder Verstorbenen (104) gab es keinen Zuwachs.

Malte Bürger

Tokio streicht Public Viewings bei Olympia

11:36
19.06.2021
Die geplanten Public Viewings bei den Olympischen Spielen in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden. Stattdessen sollen einige der sechs dafür vorgesehenen Schauplätze in Japans Hauptstadt als Impfzentren genutzt werden, wie Tokios Gouverneurin Yuriko Koike am Samstag verkündete. Grund für die Entscheidung sind die anhaltenden Sorgen vor einer Verbreitung des Virus und seiner Mutationen während der Sommerspiele. Zuvor hatte sich Koike mit Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga beraten.

Die Public Viewings sollten unter anderem in Parks in Tokio veranstaltet werden, waren aber seit längerem umstritten. In Japan spricht sich seit Monaten eine Mehrheit in Umfragen gegen die Austragung der Olympischen Spiele in diesem Sommer aus. Die Spiele waren im vergangenen Jahr wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden und sollen am 23. Juli beginnen.

Zuletzt hatte Regierungschef Suga entschieden, den seit Monaten geltenden Corona-Notstand für Tokio aufzuheben. Einige Restriktionen sollen jedoch weiter gelten. Am Montag wollen die Organisatoren über die Zulassung japanischer Zuschauer entscheiden. Suga hatte sich offen dafür gezeigt, bis zu 10 000 Fans in die Arenen zu lassen, sofern nicht mehr als 50 Prozent der Plätze belegt werden. Der wichtigste Corona-Regierungsberater, der Mediziner Shigeru Omi, riet indes davon ab. Ausländischen Besuchern ist die Einreise zu Olympia verboten.

Malte Bürger