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Vier von fünf Erwachsenen in Großbritannien inzwischen geimpft

18:25
17.06.2021
 In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen - bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert.

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien hat die Regierung die eigentlich für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli verschoben. Zudem können über 40-Jährige nun bereits nach acht Wochen eine Zweitimpfung erhalten, statt wie bisher erst nach zwölf Wochen.

Max Seidenfaden

Geimpfte Nicht-EU-Bürger dürfen demnächst nach Deutschland einreisen

17:33
17.06.2021
Für Menschen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder möglich sein, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Das soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unabhängig davon sein, ob sie als Geschäftsreisende, Touristen, Studenten oder für einen Besuch kommen wollen. Aktuell dürfen Bürger aus sogenannten Drittstaaten nur in eng umrissenen Ausnahmefällen einreisen.

Um Fälschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Neben der Bundespolizei sollen auch Fluggesellschaften diesen Nachweis prüfen. Außerdem werden nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt. Ausschlaggebend sind jene Substanzen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufzählt, derzeit die Produkte von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Janssen.

Max Seidenfaden

Italien macht Weg für digitalen Corona-Pass frei

16:37
17.06.2021
Italien hat den Weg für das EU-weit gültige Corona-Zertifikat frei gemacht. Regierungschef Mario Draghi habe dazu eine Verordnung unterzeichnet, die festlege, wie die „Grünen Pässe“ ab sofort ausgegeben werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Der Pass erleichtere es den Menschen, an öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilzunehmen oder Altenheime zu betreten.

Die italienische Regierung setzte nach eigenen angaben die EU-Regeln für den „Grünen Pass“ um. Damit sei garantiert, dass das Zertifikat in allen EU-Ländern genutzt werden könne und dass Reisende sich in der EU frei bewegen könnten. Menschen, die vollständig geimpft sind, eine Corona-Infektion überstanden haben oder negativ auf das Virus getestet wurden, können sich das Zertifikat herunterladen. Beim Reisen können so etwa Quarantänevorgaben umgangen werden.

Italienische Politiker diskutieren derzeit außerdem über ein Ende der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum. Für Kontroversen sorgte auch der Plan Draghis, den Ausnahmezustand möglicherweise bis Ende des Jahres zu verlängern, wie Medien berichteten.

Die Pandemie-Lage in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern verbesserte sich zuletzt. Die Behörden meldeten tendenziell immer weniger tägliche Infektionen und Tote mit dem Virus. Im Großteil des Landes gelten die lockersten Corona-Regeln. Etwa die Hälfte der Bevölkerung wurde einmal geimpft.

Max Seidenfaden