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Impfstoffallianz CEPI enttäuscht über Curevac-Ergebnisse

15:57
17.06.2021
Die internationale Impfstoffallianz CEPI ist enttäuscht über die vorläufigen Ergebnisse der Tübinger Pharmafirma Curevac zu ihrem Corona-Impfstoff. „Das zeigt, was für eine Herausforderung die Entwicklung eines Impfstoffs sein kann“, teilte CEPI am Donnerstag in Genf mit. CEPI steht für „Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung“. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen Weltgesundheitsorganisation (WHO), Regierungen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen.

Die Allianz betont, dass die Corona-Pandemie längst noch nicht vorbei ist. Es sei wichtig, die Forschung weiter zu fördern, um dem Virus und möglichen Varianten immer einen Schritt voraus zu sein. „CEPI wird weiter ein breites Portfolio von Covid-19-Impfstoffen fördern, um dieses Ziel zu erreichen.“

Curevac ist einer von ursprünglich zwölf Impfstoffkandidaten, die CEPI im Programm hat. Zwei davon wurden inzwischen eingestellt, eines von der Universität Queensland und eines von Merck. Zusätzlich fördert CEPI noch einen Wirkstoffverstärker, ein Adkuvans.

Das vereinbarte CEPI-Budget zur Forschung und Entwicklung von Curevac betrug 15,3 Millionen Dollar. Zur Vereinbarung gehörte, dass Curevac dem solidarischen Impfprogramm Covax einen Teil seiner Produktion verkauft und nicht nur bilaterale Verträge schließt. Covax soll vor allem die faire Verteilung der Corona-Impfstoffe in aller Welt gewährleisten.

Verglichen mit Curevac haben andere Kandidaten deutlich mehr Geld von CEPI erhalten: Mit Astrazeneca wurden 383 Millionen Dollar (rund 320 Mio. Euro) vereinbart, mit Clover Biopharmaceuticals 327,8 Millionen Dollar und mit Novavax 388 Millionen Dollar.

Max Seidenfaden

Inzidenz in Bremen sinkt unter 10er-Marke

15:20
17.06.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Bremer Stadtgemeinde ist am Donnerstag zum ersten Mal seit rund neun Monaten wieder unter die Marke von zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken. Wie das Gesundheitsressort am Abend mitteilte, lag sie in der Stadtgemeinde bei 9,2. Die 10er-Marke wurde letztmals am 11. September vergangenen Jahres im Stadtgebiet unterschritten.  Auch in Bremerhaven ist die Infektionslage rückläufig, die Inzidenz liegt derzeit bei 4,4. 

Im Land Bremen wurden am Donnerstag sechs neue Infektionen gemeldet, eine davon in Bremerhaven. 36 Personen gelten als genesen, so dass es im Land Bremen derzeit 225 nachgewiesene aktive Infektionen gibt. In Bremen starb zudem eine weitere Person an oder mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie sind im Land Bremen 482 Menschen an den Folgen einer Erkrankung gestorben.

Max Seidenfaden

Maskenpflicht für Hamburgs Schüler auch nach Sommerferien

15:03
17.06.2021
Die Schülerinnen und Schüler in Hamburg müssen zumindest zum Start des kommenden Schuljahrs in den Klassenzimmern weiter Maske tragen. Zudem sollen sie auch nach den in der kommenden Woche beginnenden Sommerferien zwei Mal pro Woche getestet werden, kündigte die Schulbehörde am Donnerstag an. Auch die Lüftungs- und Hygieneregeln bleiben demnach vorerst in Kraft.

„Immer neue Virusvarianten und die Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes bleiben ein Risiko. Deshalb gilt: Lieber testen und lüften als Schulen schließen“, erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Es solle nach den Ferien ab dem 5. August an allen Schulen der Hansestadt vollen Präsenzunterricht unter Beibehaltung der geltenden Corona-Sicherheitsmaßnahmen geben. „Wir wollen optimistisch, aber vorsichtig in das neue Schuljahr gehen“, sagte Rabe.

Wenn sich die gesundheitliche Lage nicht dramatisch ändere, würden die Schulen mit vollständigem Stundenplan und allen Ganztags- und Zusatzangeboten öffnen, teilte die Behörde mit. Einschränkungen in Musik und Sport sollten auf ein Minimum beschränkt bleiben. Zudem sollen im neuen Schuljahr auch wieder Ausflüge, Projektwochen, Elternabende, Abschluss- und Einschulungsfeiern und Klassenfahrten möglich sein.

Angesichts höherer Infektionszahlen nach den Ferien im Sommer und Herbst 2020 werde die Präsenzpflicht für den Start in das neue Schuljahr zunächst bis zu den Herbstferien aufgehoben, kündigte die Behörde an. Gleichwohl gelte die Schulpflicht ohne Einschränkung, die Schülerinnen und Schüler müssten sich folglich an den für sie von der Schule entwickelten Angeboten beteiligen.

Max Seidenfaden