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Digitaler Impfpass: Nachweis für geimpfte Genesene kommt Ende Juni

14:20
17.06.2021
 Auch von Covid-19 Genesene sollen ihren Status ab Ende Juni in der Corona-Warn-App und der CovPass-App als neuem digitalem Impfnachweis hinterlegen können. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt, erklärte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Auch das Austellungssystem für die Zertifikate in Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können - wie bisher schon den Nachweis, dass man zwei Impfungen hat.

Aktuell können Genesene mit der für sie vorgesehenen einen Impfung noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Ministeriumsangaben zunächst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europäischen Lösung von Anfang an mitbedacht worden, erklärte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht geklärt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann.

Das liege unter anderem daran, dass innerhalb Europas mit Genesenen beim Impfen nicht einheitlich verfahren werde. Während sie in Deutschland momentan für nur eine Impfung vorgesehen seien, erhielten sie in manchen anderen europäischen Ländern zwei Impfdosen. Mit Stand 17. Juni sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 3,7 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt oder haben eine Infektion überstanden.

Insgesamt sind über alle Ausgabestellen inzwischen 15 Millionen digitale Impfnachweise erstellt worden, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag sagte. Ausgegeben werden sollen sie direkt nach der zweiten Impfung in Impfzentren und Praxen. Nachträglich ist es seit Montag auch in vielen Apotheken möglich. Der EU-weit vereinbarte digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung zum weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier.

Max Seidenfaden

Dänemark will 12- bis 15-Jährige impfen

13:56
17.06.2021
In Dänemark sollen auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Ihnen soll im Rahmen der nationalen Impfkampagne eine Corona-Impfung angeboten werden, nachdem alle anderen Impfgruppen im Alter ab 16 Jahren an der Reihe gewesen sind. Das empfehl die dänische Gesundheitsverwaltung (SST) am Donnerstag. Das bedeutet, dass es für die Jüngeren gemäß dem derzeitigen Impfkalender voraussichtlich ab September soweit ist.

SST-Direktor Søren Brostrøm sagte auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, dies geschehe in erster Linie aus einem Wunsch heraus, den Grad der Immunität innerhalb der Bevölkerung zu erhöhen. Das werde auch eine Auswirkung darauf haben, die Pandemie im Winter unter Kontrolle zu behalten. Das Ganze sei vollkommen freiwillig.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte den Impfstoff von Biontech/Pfizer im Mai auch für Kindern ab dem Alter von zwölf Jahren zugelassen. Nach Angaben der dänischen Gesundheitsverwaltung wird davon ausgegangen, dass auch andere Impfstoffe eine EU-Zulassung für Minderjährige erhalten werden.

Max Seidenfaden