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Söder: Können EM-Spiele in München „mit gutem Gewissen genießen“

15:28
14.06.2021
In der aktuellen Corona-Situation sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) München vor dem ersten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM gut vorbereitet. „Es ist an alles gedacht“, sagte Söder am Montag bei einem Rundgang in der Arena. Dort bestreitet Deutschland am Dienstag (21.00 Uhr) seinen Turnierauftakt in die Europameisterschaft gegen Frankreich. Die Spannung der Partie könnten „alle mit gutem Gewissen genießen“.

Voraussetzung aber sei, dass Masken genutzt und Abstand gehalten werde, unterstrich Söder. Auch außerhalb des Stadions werde darauf geachtet, dass alles geordnet abläuft. Dabei appellierte Söder an die Fußballfans, in der Pandemie nun nicht sorglos zu werden und die Regeln einzuhalten. „Passt ein bisschen auf euch auf und auf die anderen. Dann kann man auch toll miteinander feiern“, sagte er.

Obwohl nur 14 500 Zuschauer zugelassen sind, werden alle Kioske und Toiletten im Stadion betrieben, um Warteschlangen und Gedränge zu vermeiden. „Wir haben alles im Vorfeld getan, damit die Menschen sich nicht im Stadion oder im Umfeld anstecken“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Er hofft, dass auch in der Stadt bei möglichen EM-Feiern die Corona-Regeln eingehalten werden.

Man habe zwar lange gewartet bis zu der Entscheidung, dass trotz der Pandemie Spiele in München stattfinden können. Die Lage habe sich zuletzt deutlich gebessert. Die Rückkehr der Fans sei ein „Ausdruck von einer neuen Lebensqualität, mehr Normalität“, sagte Söder.

Patrick Reichelt

Drei neue Fälle in Bremen - Inzidenz sinkt leicht

14:49
14.06.2021
Das Gesundheitsressort hat die neusten Corona-Zahlen mitgeteilt. Demnach gibt es drei bestätigte Neuinfektionen im Land Bremen. Insgesamt gibt es damit  27.341 Fälle, wovon 26.550 (+8) genesen sind. Ein weitere Mensch ist an oder mit dem Coronavirus gestorben (insgesamt 481). Aktuelle sind nur noch 310 (-6) Menschen akut infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz in Bremen liegt bei 15,1, in Bremerhaven bei 11,4.

Im Land Bremen müssen aktuell 21 Personen stationär versorgt werden, davon sechs auf Intensivstationen. Vier der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden. Bei mindestens sieben Personen muss der Gesundheitszustand als schlecht oder kritisch beschrieben werden.

In der Stadtgemeinde Bremen liegen bislang 23 Fälle der Variante „Beta“ B.1.351 (Ursprung: Südafrika), ein Fall der Variante „Gamma“ B.1.1.28 (Ursprung: Brasilien) sowie 18 Fälle der Variante „Delta“ B.1.617 (Ursprung: Indien) vor. In Bremerhaven gibt es bislang drei Fälle der Variante „Beta“ B.1351.

Patrick Reichelt

Studie: Corona-Impfstoff von Novavax schützt vor Covid-19

14:35
14.06.2021
Ein Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Impfstoffs NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent, teilte Novavax am Montag mit. Das bedeutet, dass bei den Probanden der geimpften Gruppe rund 90 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe. Der Schutz vor mittelschweren und schweren Erkrankungsverläufen lag demnach sogar bei 100 Prozent.

Generell sei die Impfung gut vertragen worden, hieß es weiter. Teilnehmer berichteten demnach über zeitweilige Schmerzen an der Einstichstelle sowie Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. An der Studie hatten 29 960 Menschen ab 18 Jahren in den USA und Mexiko teilgenommen.

NVX-CoV2373 ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff - wie die Präparate von Biontech und Moderna - noch ein Vektor-Impfstoff wie der von Astrazeneca: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

Die Entwicklung des Impfstoffs war von der US-Regierung finanziell stark gefördert worden. Im dritten Quartal des Jahres wolle man eine Zulassung beantragen, hieß es von Novavax. In der EU läuft seit Februar ein beschleunigtes Prüfverfahren. Dieser sogenannte Rolling-Review-Prozess wird so lange fortgesetzt, bis ausreichend Daten für einen formellen Zulassungsantrag vorhanden sind.

Patrick Reichelt