Letztes Update:
20210613170910

Inzidenz in Bremen sinkt leicht

16:10
13.06.2021
Im Land Bremen wurden am Sonntag vier neue Corona-Infektionen gemeldet, das teilte das Gesundheitsressort am Nachmittag mit. Alle Infektionen wurden im Bremer Stadtgebiet nachgewiesen, die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag leicht von 16 auf 15,2. In Bremerhaven bleibt die Inzidenz unverändert bei 12,3. Die Zahl der aktiven Infektionen im Land Bremen liegt derzeit bei 320, 237 davon im Bremer Stadtgebiet. 

Seit beginn der Pandemie wurden im Land Bremen 27.340 Corona-Infektionen nachgewiesen. 478 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

Max Seidenfaden

Johnson lehnt Patentaufhebung bei Corona-Impfstoffen ab

16:06
13.06.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Auch Know-how müsse geteilt werden. Aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut.

Johnson lobte, das Vakzin, das Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, sei „der beliebteste Impfstoff der Welt“. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen sei geschützt wegen der Entwicklung des Impfmittels, das von der britischen Regierung finanziert worden sei. Dies sei „ein Akt der Großzügigkeit von Astrazeneca“.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hatte am Vortag bei einer virtuellen Pressekonferenz die Teilnehmer des G7-Gipfels dringend dazu aufgerufen, den Patentschutz für Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Das sei essenziell, um große Teile der Weltbevölkerung bis zum nächsten Jahr vor dem Coronavirus zu schützen, so der WHO-Generaldirektor.

Max Seidenfaden

Frankreich verdoppelt seine Impfstoff-Zusagen für ärmere Länder

15:14
13.06.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen als ursprünglich vorgesehen. „Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erhöht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall.

„Aber wir müssen auch in der Lage sein, jetzt in allen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mehr zu produzieren, um die Selbstversorgung aufzubauen“, sagte Macron weiter. Ziel sei es daher nun auch eine Einigung in der Frage der Patente und des geistigen Eigentums zu erzielen. Dies dürfe kein Hindernis für den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen sein. Impfstoffe müssten ein „globales öffentliches Gut“ sein. Auch Pharmaunternehmen müssten in die Pflicht genommen werden und ihre Preise transparent machen.

Die G7-Gruppe hatte sich darauf geeinigt, ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Dies soll bis Juni 2022 sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax geschehen. „Von nun an kommt es darauf an, dass alle G7-Mitglieder diese Verpflichtungen gewissenhaft einhalten“, betonte Macron.

Max Seidenfaden