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20210611081658

Experte über Impf-Aktion kurz vor EM: Nicht sinnvoll

08:16
11.06.2021
Experte Hans-Georg Predel sieht Impfungen kurz vor der Fußball-Europameisterschaft als nicht zielführend an. „Es kann zu Impfreaktionen kommen, die die Leistung einschränken“, sagte der Universitätsprofessor der Deutschen Sporthochschule Köln der Deutschen Presse-Agentur.

„Eine Impfung auf den letzten Drücker halte ich nicht für sinnvoll, weil das Nutzenverhältnis wirklich nicht günstig ist“, sagte er mit Blick auf mögliche Impfungen mit Vakzinen, die zweimal verabreicht werden müssen. Dabei komme hinzu, dass die zweite Dosis während des laufenden paneuropäischen Turniers gespritzt werden müsste. In solchen Fällen gebe es die positiven Effekte erst nach der EM.

Nach zwei positiven Befunden im Kader sollen an diesem Freitag die Spieler der spanischen Nationalmannschaft geimpft werden, die dafür infrage kommen. Nach Angaben des Verbandes soll es den Profis freigestellt sein, welchen Impfstoff sie nehmen. Spanische Medien berichteten, dass diejenigen, die noch gar kein Vakzin bekommen haben und auch keine Corona-Infektionen hatten, mit dem Einmal-Vakzin von Johnson & Johnson geimpft werden sollen. Andere, die bereits in ihren Vereinen eine Dosis Pfizer/Biontech bekommen oder vor einem gewissen Zeitraum eine Infektion überstanden haben, sollen mit Pfizer/Biontech gespritzt werden.

Malte Bürger

Behrens will hohe Impfquote gegen Corona-Pandemie im Herbst

07:12
11.06.2021
Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) setzt auf eine möglichst hohe Impfquote, um eine erneute Verschlechterung der Corona-Lage im Herbst zu verhindern. Zwar sei die Corona-Situation nun zu Sommerbeginn deutlich entspannter, sagte Behrens der dpa in Hannover. „Aber wir wissen auch, die Situation im letzten Sommer war ähnlich.“ Nun gehe es darum, ein Wiederansteigen der Neuinfektionszahlen im Herbst zu verhindern. „Und ich glaube, dass uns das auch gelingt, weil wir inzwischen eine gute Impfquote haben, weil wir es schaffen werden, im Herbst eine Vielzahl von Niedersachsen durchgeimpft zu haben.“

Das Ziel sei, eine Impfquote von 80 bis 85 Prozent bis zum Herbst zu erreichen, sagte Behrens. „Das Virus wird da sein, so wie auch ein Grippevirus da ist, aber wir werden nicht mehr so erkranken.“ Nach dem Impfen eines Großteils der Pflegeheimbewohner habe sich bereits gezeigt, dass es dort zwar immer wieder noch zu Corona-Ausbrüchen komme. Krankheitsfälle fielen aber nicht so stark aus.

Malte Bürger

Delmenhorst mit höchster Inzidenz in Niedersachsen

06:23
11.06.2021
In der Corona-Pandemie sinkt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen immer weiter. Der Wert gab am Freitag erneut nach - auf 11,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Donnerstag hatte der landesweite Inzidenzwert bei 12,0 gelegen. 155 neue Infektionen wurden in Niedersachsen registriert, die Zahl der Todesfälle stieg um 2 auf 5694.

Die höchste Inzidenz in Niedersachsen gab es mit 37,4 in der Stadt Delmenhorst. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte lagen unter der Schwelle von 35. Die niedrigste Inzidenz hatte der Landkreis Wesermarsch mit 1,1 gefolgt vom Landkreis Goslar (1,5) und dem Landkreis Friesland (2,0).

Malte Bürger