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20210611062352

Kritik an G7: Eine Milliarde Impfdosen nicht genug - Patente aufheben

05:38
11.06.2021
Entwicklungsorganisationen haben die Pläne der großen Industrienationen (G7), bedürftigen Ländern mit einer Milliarde Impfdosen helfen zu wollen, als unzureichend kritisiert. Zum Beginn des G7-Gipfels an diesem Freitag im englischen Carbis Bay forderten sie darüber hinaus eine Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoffe, die Weitergabe von Technologie zur Impfstoffproduktion und Investitionen in regionale Produktion weltweit.

„Eine sofortige Weitergabe von Impfdosen ist momentan dringend erforderlich und die Milliarde Impfdosen sind daher willkommen“, sagte Jörn Kalinski von Oxfam. Aber wenn das alles sei, „muss dies als Fehlschlag gewertet werden“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) halte 11 Milliarden Impfdosen für nötig - oder zumindest acht Milliarden, um für eine Herdenimmunität 80 Prozent der Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen zu impfen.

„Wohltätigkeitsaktionen werden die kolossale strukturelle Krise der weltweiten Impfstoffversorgung nicht beheben“, sagte Kalinski. „Die G7 muss dafür sorgen, dass die Monopole einiger Pharmaunternehmen gebrochen werden und darauf bestehen, dass qualifizierte Hersteller auf der ganzen Welt die Produktion hochfahren können.“ Das Leben von Millionen Menschen sollte „niemals vom ungewissen Wohlwollen reicher Nationen und profitorientierter Pharmakonzerne abhängen“.

Malte Bürger

Landtag berät über Kinder und Jugendliche in der Pandemie

04:44
11.06.2021
Die Abgeordneten im niedersächsischen Landtag wollen an diesem Freitag erneut die Situation von Kindern und Jugendlichen in und nach der Corona-Pandemie in den Blick nehmen. Die Fraktionen von SPD und CDU bringen einen Antrag ein, in dem unter anderem „altersangemessene Regelungen“ für Kinder und Jugendliche in der Corona-Verordnung gefordert werden. Die Landesregierung wird darin auch gebeten, Maßnahmen zu entwickeln, um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche abzuschwächen - und die Impfstrategie für junge Menschen weiterzuentwickeln.

Abschließend beraten werden am Freitag auch zwei Anträge der Grünen-Fraktion. Die Grünen forderten darin im März, etwa die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit auch unter Pandemiebedingungen aufrecht zu erhalten und besondere Angebote für die Sommerferien zu schaffen. In einem Antrag vom April heißt es, es müsse - analog zu anderen Bundesländern - eine Corona-Teststrategie für Kita-Kinder mit zwei Schnelltests pro Woche geben. Über die Empfehlungen der zuständigen Ausschüsse wird nun abgestimmt.

Malte Bürger