Letztes Update:
20210610040247
Kapitel

Mittwoch, 9. Juni

Was am Mittwoch, 9. Juni, wichtig war

03:52
09.06.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Der Inzidenzwert in der Stadt Bremen ist erneut gesunken - von 23,4 auf 21,6. In Bremerhaven stieg der Wert dagegen leicht an und liegt nun bei 14,1 (Vortag: 11,4).
  • Die Maskenpflicht im Unterricht gilt für Bremer Schüler vorerst weiterhin. In anderen Bundesländern wurden schon Entscheidungen getroffen, der Senat will das Thema aber erst noch beraten.
  • Der niedersächische Landtag hat kontrovers über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise debattiert. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) betonte, dass eine vierte Welle im Herbst mit allen Mitteln verhindert werden müsse. "Wir sind mit unserer Impfkampagne vorbereitet", sagte sie.
  • Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiterhin ab. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 13,9.

Deutschland und die Welt:

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 20,8 (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8).
  • Noch im Juni soll es den Nachweis für eine Corona-Impfung auch digital geben. Nutzer der Corona-Warn-App können sich ihn auch in die App laden.
  • Waren die Corona-Masken aus China, die das Gesundheitsministerium von Jens Spahn auch an Behinderteneinrichtungen verteilen lassen wollte, ein Sicherheitsrisiko? Im Bundestag wurde darüber emotional gestritten. Die Debatte bestand vor allem aus gegenseitigen Schuldzuweisungen.
  • In Deutschland sind inzwischen 46,5 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben bis Mittwochmorgen 38,6 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 18,9 Millionen Menschen (22,8 Prozent) sind vollständig geimpft.

Start für digitalen Impfnachweis am Donnerstag

18:04
09.06.2021
Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag an den Start gehen. Die Anwendung namens „CovPass“ werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Ressortchef Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen. Der digitale Nachweis kann zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Das soll auch Reisen erleichtern.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden. Die Einführung („Roll-Out“) starte nun am Donnerstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Smartphone-App „CovPass“ hat anders als die Corona-Warn-App keine Kontaktverfolgungsfunktion. Die Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird.