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Corona: Nicht genutzte Impftermine immer absagen

20:03
07.06.2021
Wer beim Bemühen um einen Corona-Impftermin mehrgleisig gefahren ist, sollte nicht genutzte Termine so früh wie möglich absagen. „Das ist nur fair, das gehört sich so“, sagt Roland Stahl, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Man muss sich vor Augen führen: Ein blockierter Termin kann häufig nicht mehr schnell anderweitig vergeben werden. Jemand anderes, der ihn stattdessen haben könnte, käme dann nicht dran. „Dazu kommt, dass die Impfdosen für den Tag verplant sind und aufgezogen werden. Wer dann nicht kommt, riskiert, dass im schlimmsten Fall Impfstoff weggeworfen werden muss“, sagt Stahl.

Gerade Impfzentren könnten nicht einfach jemanden anrufen, ob er oder sie ganz spontan vorbeikommen könne. „Ärzte sind hier ein Stück weit flexibler, doch auch bei ihnen sollte man Termine, die man nicht wahrnehmen wird, frühzeitig absagen“, sagt Stahl.

Auch Wartelistenplätze gibt man wieder frei. Wer auf mehreren Wartelisten stehe, sollte bei einer Zusage zumindest die anderen Terminanfragen stornieren, empfiehlt Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz und fügt an: „Wer im Rettungsboot sitzt, sollte nicht auch noch Plätze in anderen Rettungsbooten blockieren.“

Patrick Reichelt

RKI: Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen erscheint am Donnerstag

19:14
07.06.2021
Die zum Thema Kinder ergänzte Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll am Donnerstag publiziert werden. Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin am Montag auf Anfrage. Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht. Ein Entwurf für den Stiko-Beschluss war am Freitag an Länder und Fachgesellschaften gegangen. Diese können noch Änderungen einbringen, bevor die Stiko den Beschluss fasst.

Patrick Reichelt

Linke beantragt Aktuelle Stunde zu Corona-Masken im Bundestag

18:06
07.06.2021
Angesichts des Streits in der Bundesregierung um den Umgang mit angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken hat die Linke eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt. „Statt in der Krise Sicherheit zu geben, veranstaltet die Koalition ein unwürdiges Theater und schiebt die Verantwortung hin und her“, sagte Linke-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Es stehen mehrere Vorwürfe im Raum, von der Abwertung benachteiligter Bevölkerungsgruppen bis hin zur Verbrennung von Milliarden Euro Steuergeldern.“

Das wolle seine Fraktion im Bundestag diskutieren, machte Korte deutlich. Die erneute Maskenaffäre zeige, dass alles Vertrauen in Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgebraucht sei. Die Aktuelle Stunde könnte voraussichtlich an diesem Mittwoch stattfinden.

Spahn, der auch vom Koalitionspartner SPD attackiert wird, hatte die Vorwürfe in der Sache klar zurückgewiesen. Hintergrund ist ein „Spiegel“-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach Intervention des Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Das Gesundheitsressort betonte, dass die Masken nach einem für die Pandemie entwickelten Verfahren überprüft worden seien und Zwecke des Infektionsschutzes erfüllten.

Michael Rabba