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Maduro greift USA wegen Impfstoffverteilung an: „Ihr seid erbärmlich“

20:15
04.06.2021
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die USA dafür attackiert, dass sie keinen Impfstoff an Venezuela spenden. „Sie haben einen Hass auf uns, niedere, miserable Gefühle“, sagte der autoritär regierende Maduro in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Video. An den US-Botschafter für Caracas gerichtet fügte er hinzu: „James Story, ihr seid erbärmlich, ihr hasst und verachtet Venezuela, weil wir Rebellen sind.“

Die USA wollen etwa sechs Millionen Dosen über das Programm Covax an Lateinamerika und die Karibik geben, an Venezuela aber nicht. Story schrieb, es sei das Ziel, den Menschen in Venezuela zu helfen. „Aber es muss ein transparentes System für die Impfung geben.“

In Venezuela bildeten sich zuletzt lange Warteschlangen für Impfungen etwa in der Hauptstadt Caracas. Am vergangenen Samstag hatte eine neue Phase der Impfkampagne begonnen ohne dass Details öffentlich gemacht wurden. Opposition und Gesundheitsorganisationen kritisieren, dass die autoritäre Regierung die Impfungen nutze, um die Bevölkerung bei der Stange zu halten. Nach offiziellen Angaben haben sich in Krisenstaat rund 238 000 Menschen mit Corona infiziert, 2689 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die tatsächlichen Zahlen dürften nicht zuletzt wegen fehlender Tests höher liegen.

Malte Bürger

UEFA und britische Regierung beraten über Quarantäne-Lockerung zur EM

19:42
04.06.2021
Die europäische Fußball-Union UEFA führt mit der britischen Regierung nach Informationen der Nachrichtenagentur PA Gespräche über eine Lockerung der zur Zeit sehr strengen Quarantäne-Regeln während der Europameisterschaft. Derzeit müssen sich Ankommende aus den meisten europäischen Ländern nach der Ankunft in eine mindestens fünftägige Quarantäne begeben, bei Hochrisikogebieten sogar für zehn Tage im Hotel isolieren.

In der britischen Hauptstadt London finden zwischen dem 11. Juni und dem 11. Juli mehrere EM-Gruppenspiele, zwei Achtelfinals sowie die beiden Halbfinal-Partien und das Endspiel statt. Die UEFA will laut Turnierdirektor Martin Kallen bewirken, dass bei diesen Spielen im Wembley-Stadion Fans dabei sein können, ohne dass sie sich vorher einer langen Quarantäne unterziehen müssen.

Die britische Regierung hatte eigentlich geplant, am 21. Juni alle Corona-Maßnahmen aufzuheben. Wegen der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante ist aber derzeit noch unklar, ob es wirklich dazu kommt. „Wir schauen, wie sich die Situation entwickelt und was wir erreichen können“, sagte Kallen PA. Dass das Wembley-Stadion gegen Ende des Turniers voll ausgelastet ist, glaubt er nicht. „Ein mögliches Szenario ist 50 Prozent.“

Malte Bürger