Letztes Update:
20210604101918

Besuche auf Zypern wieder ohne Quarantäne möglich

09:28
04.06.2021
Auf der geteilten Mittelmeerinsel Zypern kann man wieder den jeweils anderen Teil besuchen, ohne wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne zu müssen. An den insgesamt neun Kontrollstellen sind seit Freitag nur noch negative PVR-Tests erforderlich. Begründet wird dies damit, dass sich die Lage inzwischen deutlich gebessert hat. Die Übergänge zwischen dem türkisch-zyprischen Norden und dem griechisch-zyprischen Süden waren seit Monaten praktisch geschlossen, weil der Übergang mit Quarantäne verbunden war. Auf Zypern leben annähernd 900 000 Menschen.

Das kleine EU-Land ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt - in einen griechisch-zyprischen Teil im Süden und einen kleineren türkisch-zyprischen Teil im Norden. Die gesamte Insel ist seit 2004 Mitglied der EU. Regelwerk und Recht der EU gelten bislang jedoch nur im Süden. Zahlreiche Bemühungen, die Teilung zu überwinden, sind bislang gescheitert.  

Max Seidenfaden

Stiko-Chef: „Keine Empfehlung für alle gesunden Kinder zu erwarten“

08:43
04.06.2021
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat in der Debatte um Corona-Kinderimpfungen angedeutet, dass es keine generelle Empfehlung geben wird. „Es ist keine generelle Empfehlung der Stiko für alle gesunden Kinder zu erwarten“, sagte Mertens am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Für die Empfehlung einer Impfung bei allen gesunden Kindern reichten die Daten bei weitem nicht aus.

Die Experten haben demnach viele verfügbare Daten aus Studien zusammengetragen. „Es sind alle Ergebnisse so, dass man sicher daraus keine Argumentation für eine generelle Impfung aller gesunden Kinder ableiten kann“. In den nächsten Tagen will die Stiko ihre Empfehlung offiziell bekanntgeben.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Mertens um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen geworben. In der Debatte seien viele Argumente „leichthin genannt worden, die einer Nachprüfung nicht standhalten“, kritisierte Mertens. So sei es zum Beispiel „nicht besonders sinnvoll“, das Thema Schule mit der Impfdebatte zu verknüpfen. „Die Stiko - und ich glaube auch viele andere vernünftige Leute - halten diese sprachliche Verbindung von Impfung als Voraussetzung für das normale Leben der Kinder für einen Irrweg.“

Max Seidenfaden

Strenge Corona-Regeln: Alpenverein fürchtet schwierige Hütten-Saison

07:16
04.06.2021
Wegen strenger Corona-Regeln für Übernachtungsgäste stellt sich der Deutsche Alpenverein (DAV) auf eine schwierige Hütten-Saison in Bayern ein. „Wenn die Restriktionen so bleiben, sehen wir für diese Saison eher schwarz“, sagte der Bereichsleiter Alpine Raumordnung beim DAV, Hanspeter Mair. „Dann wird die Belegungssituation noch schlechter als im Vorjahr.“

Hätten im vergangenen Sommer noch bis zu zehn Wanderer in einer festen Gruppe in einem Raum übernachten dürfen, sei momentan im Freistaat nur ein Haushalt pro Zimmer erlaubt, sagte Mair. „Der Übernachtungsbetrieb ist dadurch schwer möglich. Das ist unbefriedigend, um es diplomatisch zu formulieren.“

Mit Blick auf die Regeln im Nachbarland Österreich fordert der DAV Nachbesserungen vom Freistaat. „In Tirol kann man auch mit festen Wandergruppen im gleichen Raum übernachten“, sagte Mair. „Da wird viel mehr gehen als in Deutschland. Natürlich wünschen wir uns da, dass wir eine Angleichung der Regeln bekommen.“

Max Seidenfaden