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20210602114407

Corona-Hilfe: London finanziert Nachhilfestunden und Lehrerkurse

11:12
02.06.2021
Mit Milliardenausgaben will die britische Regierung Schulen, Schülern und Lehrkräften helfen, die Folgen der Corona-Pandemie zu meistern. Das Bildungsministerium in London kündigte am Mittwoch an, 100 Millionen Nachhilfestunden ebenso zu finanzieren wie Ausbildungskurse für 500 000 Lehrerinnen und Lehrer. „Junge Leute haben im vergangenen Jahr so viel geopfert, und während wir uns von der Pandemie erholen, müssen wir sicherstellen, dass kein Kind zurückgelassen wird“, sagte Premierminister Boris Johnson. Die Kosten dafür betragen 1,4 Milliarden Pfund (1,62 Mrd Euro).

Johnson sagte, mit den Maßnahmen sollte Eltern das Vertrauen gegeben werden, dass jedes Kind unterstützt werde. Die Regierungsmittel sollen auch helfen, dass einige Schüler ihr Abschlussjahr wiederholen können. Erst am Dienstag hatte die „Times“ berichtet, Schultage sollten um rund eine halbe Stunde verlängert werden, um durch die Pandemie entstandene Rückstände aufzuholen und Wissenslücken zu schließen. Diese Maßnahme wurde nun zunächst aufgeschoben.

Max Seidenfaden

Landesrechnungshof: Corona-Gelder nur zielgerichtet verwenden

10:47
02.06.2021
Der niedersächsische Landesrechnungshof mahnt zu einer sachgerechten Verwendung von Steuergeldern bei der Abwehr der Corona-Pandemie. „Die finanziellen Handlungsspielräume des Landes werden durch die Covid-19-Pandemie noch für viele Jahre deutlich eingeschränkt sein“, sagte die Präsidentin des Rechnungshofs, Sandra von Klaeden, in Hannover. Sie stellte am Mittwoch den Jahresbericht ihrer Behörde zum Umgang der Regierung mit Steuergeld vor.

„Das Land steht bereits seit Jahren vor großen Herausforderungen wie der Digitalisierung der Landesverwaltung und notwendigen Investitionen in Milliardenhöhe – etwa bei den Hochschulkliniken“, sagte von Klaeden. Corona habe verschiedene strukturelle Probleme des Landes noch einmal verschärft.

Die geplante Neuverschuldung von 9,9 Milliarden Euro 2020 und 2021 wegen der Pandemie sei nicht zu beanstanden. Sie kritisierte aber, dass aus diesem Topf auch die energetische Sanierung von Hochschulen bezahlt werde. Auch die Förderung von Photovoltaik-Batterien habe mit Corona nichts zu tun.

Max Seidenfaden

Kabinett billigt Ende der Priorisierung bei Corona-Impfungen

10:36
02.06.2021
 Bei den Corona-Impfungen in Deutschland fällt die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge wie vorgesehen zum kommenden Montag weg. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch Änderungen der Impfverordnung, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun verkünden kann. Zugleich werden damit auf breiter Front Impfungen von Beschäftigten direkt über ihre Firmen möglich. Damit sollen Betriebsärzte ebenfalls ab kommendem Montag beginnen können und dafür in der ersten Woche mehr als 700 000 Impfdosen bekommen.

Wie Spahn weiter sagte, will der Bund künftig außerdem dafür sorgen, dass für künftige Pandemiefälle eine Kapazität von 600 Millionen bis 700 Millionen Impfdosen bereitsteht – für den Gebrauch in Deutschland oder anderen Teilen der Welt. Dazu solle es Ausschreibungen mit Laufzeiten von fünf Jahren geben. Mit einer jährlichen Reservierungsgebühr werde bei den Herstellern die Produktion des Impfstoffs für den Pandemiefall sichergestellt.

Max Seidenfaden