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Corona: Schnelltests lieber nicht in zu warmer Umgebung anwenden

16:27
31.05.2021
Nicht zu warm und nicht zu kalt: Damit Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus möglichst verlässliche Ergebnisse liefern, sollten sie stets bei der empfohlenen Temperatur aufbewahrt werden und zum Einsatz kommen. Aufschluss darüber gibt in der Regel ein Blick auf die Verpackung oder in den Beipackzettel.
Dort ist meist ein Lagerungstemperaturfenster zwischen 4 und 30 Grad angegeben. Angewendet werden sollten die Tests je nach Anleitung bei einer Temperatur von 10 oder 15 bis 30 Grad. Wurden die Testkits kühler als 10 oder 15 Grad gelagert, wird meist empfohlen, sie für rund 15 bis 30 Minuten stehen zu lassen, ehe man sie nutzt.
Doch was ist, wenn die Tests zu warm gelagert wurden oder die Umgebungstemperatur bei ihrer Anwendung höher als empfohlen ist - kann das zum Beispiel ein Problem sein, wenn man in ein Testzentrum geht, das in einem Zelt untergebracht ist, auf das den ganzen Tag die Sonne scheint und in dem es entsprechend warm ist?
Theoretisch können höhere Temperaturen Auswirkungen auf das Testergebnis haben und es verfälschen, das zeigen Forschungen.
Das österreichische Unternehmen Technomed, das Corona-Testkits des chinesischen Herstellers Boson Biotech vertreibt, betont auf Anfrage: Antigen-Schnelltests und Selbsttests seien temperatursensitive Produkte.
Für den Boson Test habe man für eine falsche Lagerung über 48 Stunden ein Temperaturstabilitätsgutachten der Technischen Universität Graz durchführen lassen - das sei für diesen Test „nachweislich unproblematisch“. Nicht bewertet wurde allerdings bisher, was passiert, wenn die empfohlene Anwendungstemperatur von 15 bis 30 Grad über- oder unterschritten wird. „Dabei ist nicht auszuschließen, dass es zu Auswirkungen kommt“, schreibt der geschäftsführende Gesellschafter von Technomed, Moritz Bubik.

Auch der deutsche Konzern Siemens Healthineers teilt zu seinem Antigen-Schnelltest Clinitest mit, dass die Verwendung bei hoher Luftfeuchte oder Temperaturen unter oder über 15 bis 30 Grad das Ergebnis beeinflussen könnten. Keinesfalls sollte man Komponenten des Testkits einfrieren. Auch vor Sonneneinstrahlung müssten sie geschützt werden. Falsch-positive Ergebnisse seien in den meisten Fällen das Resultat einer falschen Lagerung, so der Konzern.

Das heißt ganz praktisch: Selbsttests sollten daheim weder im Gefrierschrank noch in der prallen Sonne lagern, sondern zum Beispiel wohltemperiert im Kleiderschrank im Schlafzimmer.

Wer bei einem Testzentrum Bedenken hat, ob Temperaturempfehlungen eingehalten werden, dem bleibt nur: Nachfragen, wie die Lagerung und Auswertung ablaufen - und im Zweifel ein anderen Anbieter aufsuchen.

Michael Rabba

Elf neue Corona-Infektionen im Land Bremen

15:51
31.05.2021
Im Land Bremen gibt es elf neue Corona-Infektionen. Die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle steigt damit auf 27.089. Die Zahl der aktiven Infektionen sinkt um 25 auf jetzt 634. 34 weitere Menschen gelten als genesen, insgesamt sind das jetzt 25.980. Zwei weitere Menschen sind an oder in Folge einer Coronainfektion verstorben, insgesamt steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 475. Das teilt das Gesundheitsressort mit.  
Auf Bremerhaven entfallen davon unverändert 4.496 insgesamt bestätigte Fälle, 200 (-12) aktive Infektionen, 4.194 (+12) Genesene und 102 (+0) Verstorbene. 
Der Inzidenzwert beträgt in Bremen 30,3 und in Bremerhaven 34,3.
Die Virusvariante B.1.1.7 nimmt inzwischen einen Anteil zwischen 98 und 100 Prozent an allen untersuchten positiven SARS-CoV-2 Proben ein, so das Gesundheitsressort. In der Stadtgemeinde Bremen liegen bislang 23 Fälle der Variante B.1.351 (Ursprung: Südafrika), ein Fall der Variante B.1.1.28 (Ursprung: Brasilien) sowie zwölf Fälle der Variante B.1.617 (Ursprung: Indien) vor. In Bremerhaven gibt es bislang drei Fälle der Variante B.1351. In der vergangenen Woche wurden keine neuen Fälle der Varianten in Bremen und Bremerhaven gemeldet.

Michael Rabba