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WHO-Chef: Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei

15:05
31.05.2021
Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Das hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag zum Abschluss der online abgehaltenen WHO-Jahresversammlung betont.

„Es ist eine Realität, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben, um diese Pandemie zu beenden“, sagte Tedros in Genf. „Es ermutigt uns, dass die Zahl der gemeldeten Infektionen und Todesfälle weltweit weiter sinkt, aber es wäre ein monumentaler Fehler, falls irgendein Land nun denkt, die Gefahr sei vorüber.“

Schutzmaßnahmen wie Abstand halten, Handhygiene und Mund-und-Nasen-Schutz seien der Weg aus der Krise, ebenso eine faire Verteilung der Impfstoffe. Die WHO kritisiert, dass reiche Länder von dem wenigen vorhandenen Impfstoff so viel aufgekauft haben, dass sie bereits junge und gesunde Menschen impfen, während in vielen ärmeren Ländern noch nicht einmal genügend Impfstoff für das Pflegepersonal und die besonders Gefährdeten angekommen ist.

„Eines Tages - hoffentlich bald - wird diese Pandemie hinter uns liegen“, sagte Tedros. „Aber die psychologischen Narben werden bleiben - bei denjenigen, die Familienmitglieder und Freunde verloren haben, beim Pflegepersonal, das bis zum Umfallen gearbeitet hat und bei Millionen Menschen aller Altersstufen, die mit monatelanger Einsamkeit und Isolation konfrontiert waren.“

Michael Rabba

Hamburgs Jugendherbergen öffnen wieder für Touristen

14:03
31.05.2021
Nach dem coronabedingt monatelangen Verbot der Beherbergung von Touristen nehmen Hamburgs Jugendherbergen wieder Gäste auf. Am Mittwoch starte im Hafen die Jugendherberge „Auf dem Stintfang“, am Freitag folge dann das Haus „Horner Rennbahn“, teilten die Jugendherbergen am Montag mit. „Wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder Gastgeber sein dürfen“, erklärten die Herbergsleiter Sven Seidler und Jenny Busch.

Beide Häuser könnten trotz der kurzen Vorlaufzeit - der Senat hatte eine Öffnung erst am vergangenen Freitag beschlossen - schon wieder Gäste empfangen, weil die Hygienekonzepte schon seit Monaten fertig und dank Sonderbelegungen bereits erprobt seien. So lebten über den Winter an der Horner Rennbahn in Hamburg gestrandete Seeleute aus Kiribati und am Stintfang Wohnungslose.

Erste Lebensmittel-Bestellungen seien schon vorab angefragt gewesen, das Personal stehe auf Abruf. Hinzu komme, dass die Hamburger Jugendherbergen auf Erfahrungen aus anderen Bundesländern zurückgreifen könnten. So seien in Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Jugendherbergen schon seit längerem wieder geöffnet.

Derzeit dürfen sich in Hamburger Beherbergungsbetrieben bis zu fünf Personen ein Zimmer teilen. Die Häuser dürfen zu maximal 60 Prozent ausgelastet sein. Gäste brauchen für die Anreise einen negativen Corona-Test, der alle 72 Stunden erneuert werden muss.

Michael Rabba

Australische Airline Qantas plant Belohnungen für Geimpfte

12:03
31.05.2021
Die australische Fluggesellschaft Qantas will Reisende künftig mit Rabatten und anderen Anreizen belohnen, wenn sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Unter anderem seien auch Fluggutscheine und Prämienpunkte für australische Vielflieger geplant, sagte Airline-Chef Alan Joyce am Montag dem australischen Fernsehsender 9News. Zudem sollen spezielle Preise verlost werden. „Wir werden zehn „Super-Preise“ verlosen, mindestens einen in jedem Bundesstaat und Territorium“, so Joyce. Die Gewinner dürfen ein Jahr auf dem gesamten Streckennetz kostenlos reisen.

Mit dem Programm wolle die Fluglinie mehr Australier dazu bringen, sich impfen zu lassen. Joyce lud andere Unternehmen ein, dem Beispiel von Qantas zu folgen. Bisher sind nur etwa zwei Prozent der 25 Millionen Australier vollständig geimpft.

Gleichzeitig betonte Joyce, er habe Hoffnung, dass einige internationale Verbindungen aus und nach Down Under bis Ende des Jahres wieder aufgenommen werden könnten. Qantas arbeite mit der Regierung in Canberra zusammen und sei bereits dabei, die Flugzeuge auf Vordermann zu bringen und die Crews zu trainieren.

Australiens internationale Grenzen sind im Zuge der Pandemie seit März 2020 geschlossen, Ausnahmen gibt es nur für dort Lebende und australische Staatsbürger. Bislang wurde nur der reguläre Flugverkehr mit Neuseeland wiederaufgenommen. Beide Länder sind bislang sehr erfolgreich im Kampf gegen Sars-CoV-2.

Jan-Felix Jasch