Ungeachtet der Bedenken vieler Lehrer darf in den Niederlanden seit Montag wieder an allen weiterführenden Schulen täglich unterrichtet werden. Vom 7. Juni an wird der Präsenzunterricht dann wieder zur Pflicht. Lehrerverbände hatten sich zuvor vergeblich dafür ausgesprochen, den regulären Schulbetrieb angesichts eines mangelnden Impftempos sowie von Problemen mit Corona-Tests erst nach den Sommerferien wieder aufzunehmen.
Bildungsminister Arie Slob erklärte hingegen, es mache einen großen Unterschied, dass Schüler in den verbleibenden rund sechs Wochen noch in den Schulen unterrichtet werden können. „Nicht allein für ihre schulischen Leistungen, sondern auch für ihr Wohlbefinden“, betonte Slob.
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hatten die meisten Schulen Mitte Dezember schließen müssen und waren zum Online-Unterricht übergegangen. Mittlerweile sind die Risiken der Wiedereröffnung nach Einschätzung des Bildungsministeriums jedoch beherrschbar. Allen weiterführenden Schulen seien so viele Corona-Selbsttests geliefert worden, dass sich Schüler und Lehrer zweimal wöchentlich zu Hause testen könnten. Zudem seien viele ältere sowie gesundheitlich gefährdete Pädagogen inzwischen geimpft worden.