Letztes Update:
20210527202126

Das war am Donnerstag, 27. Mai, wichtig

20:21
27.05.2021
Bremen und Niedersachsen:

  • In Bremen ist der Inzidenzwert weiter gesunken, er liegt nun bei 29,6 und ist somit den zweiten Tag in Folge unter der 35er-Marke. Hält diese Entwicklung kontinuierlich an, dann stehen der Stadt Bremen weitere Lockerungen bevor. Insgesamt gibt es 54 neue Coronafälle (Gesamt: 26.988), darüber hinaus gelten 44 weitere Personen als genesen (Gesamt: 26.231). Die Zahl der Toten erhöhte sich nicht und verbleibt bei 473. Bremerhavens Inzidenzwert liegt bei 42,2.
  • Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass ein Corona-Schnelltest in der Schule keine Körperverletzung darstellt. Geklagt hatte eine Mutter aus dem ostfriesischen Aurich, deren Kind in der Klasse getestet worden war. Zuvor war bei einem Mitschüler eine Covid-Infektion festgestellt worden.
  • Für Bremen und Bremerhaven zeichnet sich ein weiterer Abbau der coronabedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens ab. Der Senat berät darüber am Freitag in einer Sondersitzung.
  • Ein Bremer Betreiber von zwei Sportstudios hat gegen die Schließung seiner beiden Standorte durch das Ordnungsamt geklagt und jetzt vom Verwaltungsgericht recht bekommen.

Deutschland und die Welt:

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 6313 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Der bundesweite Inzidenzwert sank von 46,8 auf 41.
  • Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland ab 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Mit der erwarteten Zulassung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA solle dies möglich sein, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Beratungen von Bund und Ländern am Donnerstag in Berlin mit.
  • Für den geplanten digitalen Impfnachweis soll in dieser Woche ein Feldtest in ausgewählten Impfzentren anlaufen. Dabei sollen Erfahrungen gesammelt und Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert werden.

Impf-Programm Covax fehlen viele Millionen Dosen Corona-Impfstoff

20:04
27.05.2021
Für die dringend nötigen Corona-Impfkampagnen in ärmeren Ländern fehlen dem Impfprogramm Covax zufolge bis Ende Juni 190 Millionen Impfdosen. Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgegründete Programm appellierte am Donnerstag an reiche Länder, mehr Impfdosen zu spenden. „Wenn wir gegen den derzeitigen akuten Mangel nichts tun, können die Folgen katastrophal sein“, warnte Covax. Das Programm wurde 2020 gegründet, um allen Ländern der Welt zügig Zugang zu Corona-Impfstoffen zu verschaffen.

Die USA und europäische Länder, darunter Deutschland, hätten zusammen 180 Millionen Dosen versprochen, aber das reiche nicht. Die reichen Länder müssten nach einer Analyse der Stiftung von Bill und Melinda Gates in der Lage sein, bis Ende des Jahres zusammen eine Milliarde Dosen zur Verfügung zu stellen, so Covax. Sie hätten dann immer noch genügend Impfstoff, um 80 Prozent ihrer Bevölkerung zu impfen.

Außerdem fehlen Covax noch zwei Milliarden Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) für weitere Impfstoffkäufe. Das Geld müsse bis Anfang Juni eingehen, um weitere Bestellungen aufgeben zu können.

Covax wollte bis Ende des Jahres 1,8 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder ausliefern. Ein großer Teil war bei indischen Herstellern bestellt worden. Die indische Regierung hat Lieferungen ins Ausland wegen eigener hoher Infektionszahlen aber weitgehend gestoppt. Deshalb konnte Covax bis Ende Mai erst rund 70 Millionen Impfdosen in 126 Länder liefern. In der zweiten Jahreshälfte würden größere Mengen Impfstoff von Herstellern außerhalb Indiens erwartet, aber so lange könnten viele Länder nicht warten. Die WHO warnt davor, dass dort, wo das Virus ungebremst grassiert, neue Varianten entstehen können, vor denen die heutigen Impfstoffe im schlimmsten Fall nicht schützen.

Malte Bürger