Letztes Update:
20210527142919

Johnson: Vorwürfe von Ex-Berater ohne Bezug zur Realität

13:57
27.05.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson ist schweren Vorwürfen seines ehemaligen Top-Beraters Dominic Cummings weitgehend ausgewichen. „Einige Kommentare, die ich gehört habe, haben keinen Bezug zur Realität“, sagte Johnson am Donnerstag. Der Regierungschef sagte, die Regierung habe „eine ungemein schwierige Reihe von Entscheidungen“ treffen müssen. Lockdowns mit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen seien „sehr schmerzhaft, eine traumatische Erfahrung“. „Zu jedem Zeitpunkt wurden wir von der Überzeugung geleitet, Leben zu schützen, Leben zu retten und sicherzustellen, dass der (Nationale Gesundheitsdienst) NHS nicht überlastet ist.“

Weiter wollte sich Johnson beim Besuch eines Krankenhauses in Colchester, 85 Kilometer nordöstlich von London, nicht zu den schweren Anschuldigungen äußern. Cummings hatte dem Premier Unfähigkeit vorgeworfen. Die Regierung habe versagt und sei schuld am Tod Zehntausender Corona-Opfer, hatte er am Mittwoch gesagt.

Johnson betonte, es gehe darum, sich darauf zu konzentrieren, „was wirklich zählt“. Den Menschen gehe es darum, dass die Regierung einen Weg aus der Pandemie vorgebe und das Land aus einiger der schwierigsten Phasen seiner jüngeren Geschichte führe.

Malte Bürger

Bremerhaven unterschreitet 50er Inzidenz

13:21
27.05.2021
Erstmals seit einigen Wochen ist die Inzidenz in Bremerhaven unter die 50er Marke gesunken. So lag der Wert am Donnerstag bei 42,2. Dadurch werden ab sofort einige bisher gültige Regelungen gelockert. Bei kulturellen, sportlichen oder sonstigen Veranstaltungen unter freiem Himmel und in der Außengastronomie ist ab sofort kein negativer Corona-Schnelltest mehr erforderlich.

„Ich freue mich über diese Trendwende und hoffe, dass der Inzidenzwert auch weiterhin fällt. Der Magistrat und die beteiligten Ämter werden sich in den nächsten Tagen gemeinsam Gedanken über mögliche weitere Lockerungen machen“, so Oberbürgermeister Melf Grantz.

Malte Bürger

Trotz Corona zur Arbeit ins Seniorenheim - Altenpfleger muss zahlen

12:41
27.05.2021
Weil er trotz eines positiven Corona-Befundes an zwei Tagen in einem Seniorenheim gearbeitet und seine Tochter auch noch zur Schule gebracht hatte, muss ein Altenpfleger drei Geldbußen von jeweils 500 Euro zahlen. Das Amtsgericht Frankfurt verkündete am Donnerstag ein entsprechendes Urteil. Die drei Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz müssten als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden, hieß es. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 8940 Js 223144/20)

Der Angeklagte war nach entsprechenden Symptomen im April vergangenen Jahres vom Gesundheitsamt im Main-Taunus-Kreis aufgefordert worden, sich sofort in Quarantäne zu begeben. Gleichwohl erschien er noch zwei Mal an seiner Arbeitsstelle in einem Seniorenheim und blieb erst zu Hause, als zwei Tage später der positive Covid-19-Befund feststand. Daneben hatte er auch noch die Tochter zur Schule gebracht.

Vor Gericht bestritt er die Vorwürfe und gab an, von der Erkrankung erst vier bis fünf Tage später erfahren zu haben. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bestätigten jedoch als Zeugen, den Mann vor den Verstößen telefonisch zur Quarantäne aufgefordert zu haben. Das Gericht verhängte daraufhin die Geldbußen.

Malte Bürger