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Knapp 196.000 Corona-Neuinfektionen in Indien - Bauern planen Protest

10:49
25.05.2021
Erstmals seit Mitte April sind in Indien weniger als 200.000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages erfasst worden. Rund 196.000 Neuinfektionen verzeichnete das indische Gesundheitsministerium mit Zahlen vom Dienstag. Im Mai waren teils mehr als 400.000 Fälle pro Tag erfasst worden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen den offiziellen Zahlen nach verlangsamt.

Gleichzeitig sind nach Angaben von Bauerngewerkschaften Tausende Landwirte auf dem Weg zur Hauptstadt Neu Delhi. Dort wollen sie am Mittwoch einen „Schwarzen Tag“ abhalten. Vor einem halben Jahr begannen indische Bauern gegen kontroverse Landwirtschaftsgesetze zu protestieren. Sie befürchten durch den Wegfall von Preisgarantien, dass ihre Lebensgrundlage zerstört wird. Die Landwirtschaft ist Lebensgrundlage für rund 60 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner des Landes.

Regierungsvertreter forderten, die Proteste mit Verweis auf mögliche Corona-Ausbreitungen abzusagen. Immer wieder hatten sie die Proteste für regionale Virus-Ausbrüche verantwortlich gemacht.

Malte Bürger

Rund 110.00 Menschen im Land Bremen zweimal geimpft

10:12
25.05.2021
Im Land Bremen wurden bislang insgesamt 213.773 Menschen in Impfzentren oder durch mobile Teams gegen das Coronavirus geimpft, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. 110.638 davon haben bereits eine zweite Impfung erhalten. 177.251 der Geimpften entfallen auf die Stadtgemeinde Bremen, dort haben bislang 90.451 Menschen eine zweite Impfung erhalten. In Bremerhaven wurden 36.522 Personen geimpft, 20.187 davon bereits zwei Mal.

Gesundheitsminister Spahn fordert mehr Beiträge für die WHO

10:11
25.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu aufgerufen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) finanziell zu stärken. Mit der derzeitigen Ausstattung könne die WHO die Erwartungen nicht erfüllen, darunter den Schutz der Welt vor neuen Pandemien, sagte Spahn in einer Videobotschaft, die bei der WHO-Jahrestagung in Genf am Dienstag gezeigt wurde. Neben den niedrigen Mitgliedsbeiträgen, die die 194 Länder seit Jahren nicht erhöht haben, fehle auch Geld in Sondertöpfen, etwa für Noteinsätze. „Das ist inakzeptabel“, sagte Spahn.

Deutschland ist in der Pandemie zum größten Geldgeber der WHO geworden, mit rund 900 Millionen Euro für das Zweijahresbudget 2020/2021. Zweitgrößter Geldgeber ist die Stiftung von Bill und Melinda Gates. Chinas Beitrag für den Zeitraum beträgt nach Angaben der WHO-Budget-Analysten umgerechnet knapp 150 Millionen Euro. 2018/19 waren die USA größter Zahler, aber der frühere US-Präsident Donald Trump hatte die Zuwendungen deutlich zurückgefahren.

Spahn kritisierte zudem, dass vielerorts der politische Wille fehle, Vorschläge zur Verbesserung der WHO umzusetzen, die nach früheren Krisen gemacht wurden. „Wir können es uns nicht leisten, dass das noch einmal passiert“, sagte Spahn. Niemand dürfe nach der Corona-Pandemie zur Tagesordnung übergehen. Er setzte sich wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Tag zuvor für einen internationalen Pandemie-Vertrag ein. Er soll Länder unter anderem zu stärkerem Austausch von gesundheitsrelevanten Informationen verpflichten, damit früher Alarm geschlagen und gehandelt werden kann, um eine Ausbreitung von Viren um den ganzen Globus zu verhindern.