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Spahn wirbt für behutsame Corona-Öffnungen und Maskentragen

11:09
21.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat für behutsame Öffnungsschritte und einen weiterhin wichtigen Schutz mit Abstand und Masken geworben. „Unsere Ungeduld darf am Ende nicht zu Übermut führen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Er habe den Eindruck, „dass im Moment wochenweise in einigen Ländern Lockerungen gemacht werden“. Zwischen Bund und Ländern sei aber vereinbart, vor möglichen nächsten Schritten zunächst zwei, drei Wochen zu warten und zu sehen, welche Folgen dies auf das Infektionsgeschehen habe.

Vorsicht gelte etwa auch für den Einzelhandel, machte Spahn deutlich. Drei Kunden in einem Schuh- oder Bekleidungsgeschäft seien okay. Etwa in großen Elektromärkten stünden am Handy-Stand aber oft 30 Leute in einer Traube. Dies seien Situationen, die wiederkämen, „die wir aber doch in der jetzigen Phase noch vermeiden können, ohne dass es wirklich eine Belastung fürs Leben ist“.

Mit Blick auf Schutzmasken sagte Spahn, im Vergleich zu anderem sei dies zwar eine nervige, aber doch auch händelbare Maßnahme, die für die allermeisten mittlerweile in den Alltag übergegangen sei. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte, es gebe immer mehr Belege wie wirksam Masken auch in Alltagssituationen seien. Wenn jetzt gelockert würde, müsste der „Basisschutz“ mit Abstand, Hygiene und Masken von allen möglichst beibehalten werden.

Niedersachsen rückt nach kritischen Reaktionen möglicherweise von einer geplanten Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten ab. „Die Landesregierung wird diesen Punkt nochmal sehr ernsthaft überdenken“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag. Eine Entscheidung wurde am Nachmittag erwartet.

Malte Bürger

Fast elf Millionen Deutsche vollständig geimpft

10:43
21.05.2021
Fast elf Millionen Deutsche sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.20 Uhr) wurden am Donnerstag 910 374 Menschen immunisiert, 465 678 davon bekamen ihre zweite Dosis. Damit lag der Anteil der Zweitimpfungen bei über der Hälfte.

Damit sind laut den Angaben bisher 39,3 Prozent (32,7 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 13,1 Prozent (10,9 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 43,4 Prozent. Sachsen liegt mit 34,3 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Malte Bürger