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Zweite Corona-Welle: Argentiniens Regierung ordnet harten Lockdown an

05:46
21.05.2021
Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie hat die argentinische Regierung harte Ausgangsbeschränkungen angeordnet. In den besonders betroffenen Gebieten des südamerikanischen Landes gelte bis Ende des Monats eine Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 6 Uhr, kündigte Präsident Alberto Fernández in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft an. Auch tagsüber dürfen sich die Argentinier nur in der Nähe ihres Wohnortes bewegen. Lediglich essenzielle Geschäfte können öffnen. Soziale, religiöse und sportliche Aktivitäten sind untersagt. Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen.

„Wir erleben gerade den schlimmsten Moment seit Beginn der Pandemie“, sagte Fernández. „Abseits der Meinung jedes Einzelnen müssen wir den Ernst der Situation anerkennen und uns zusammentun, um diese Katastrophe zu überstehen.“ Die Regierung verlängerte auch eine ganze Reihe von Hilfsprogrammen für Arbeitnehmer, Familien und Betriebe.

Tatsächlich hat im Herbst auf der Südhalbkugel die zweite Corona-Welle Argentinien hart getroffen. Am Donnerstag registrierte das südamerikanische Land 35.884 Neuinfektionen pro Tag - einer der höchste Werte seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr. Bereits in den vergangenen Wochen lag die Zahl der neuen Infektionen pro Tag immer wieder über 25.000.

Bislang haben sich rund 3,4 Millionen Menschen in Argentinien nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 72 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Auslastung der Intensivstationen liegt bei über 70 Prozent.

Malte Bürger

Schulen und Kitas sollen zu mehr Normalität zurückkehren

04:45
21.05.2021
Angesichts der sich schnell verbessernden Corona-Lage plant Niedersachsen an Schulen und Kitas die Rückkehr zu mehr Normalität. Die entsprechenden Lockerungsschritte will Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover vorstellen. Grundlage dafür soll der Stufenplan 2.0 der Landesregierung zur Rücknahme von Beschränkungen sein, der in die kommende Corona-Verordnung ab Ende Mai eingearbeitet werden soll.

Der Plan sieht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50, die in etlichen Regionen des Landes bereits unterschritten wurde, eine Rückkehr zum Regelbetrieb im Szenario A mit täglichem Schulbesuch im Präsenzunterricht vor. Allerdings bleibt es bei zweimaligen wöchentlichen Schnelltests für Schüler und Personal und einer Maskenpflicht in der Schule. Auch in den Kindertagesstätten endet dann mit dem Szenario A die Pflicht zu festen Gruppen. Im landesweiten Durchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 46,6.

Derzeit befinden sich bereits wieder praktisch alle Schulen im Wechselunterricht mit geteilten Klassen. Auch die Kindertagesstätten kehrten zumeist in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Der nächste Lockerungsschritt würde nach dem Stufenplan greifen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unterschritten wird. Testpflichten würden dann entfallen, das Tragen von Masken bliebe in gekennzeichneten Bereichen von Schulen weiter vorgeschrieben.

Malte Bürger