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Giffey: Müssen auch über Regelbetrieb in Schulen reden

04:18
19.05.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert Gespräche über eine Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb. „Wir müssen jetzt gucken, dass die Kinder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können. Und wenn wir über Außengastronomie reden, dann müssen wir genauso darüber reden, wie kommen wir jetzt wieder zu einem vollen Regelbetrieb zurück“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstagabend in der RBB-Sendung „Wir müssen reden!“. Notwendige Instrumente dafür seien „Schützen, Testen, Impfen“ - also auch die Impfung von Eltern und Fachkräften, die mit Kindern in Kontakt sind. „Denn sie schützen die Kinder "wie ein Kokon"“, sagte Giffey.

Für den Fall einer baldigen Zulassung des Impfstoffs von Biontech für Kinder ab zwölf Jahren fordert die Bundesschülerkonferenz eine bevorzugte Impfung von Schülern mit dem Vakzin. „Für ab Zwölfjährige gibt es mit Biontech nur einen einzigen Impfstoff, der rasch zugelassen wird“, sagte Generalsekretär Dario Schramm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Dafür müssten Impfmobile an die Schulen kommen - das sei der einfachste Weg.

In der EU darf das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will aber noch im Mai über die Zulassung des Impfstoffs ab zwölf Jahren entscheiden.

Mit Blick auf die bundesweite Aufhebung der Priorisierung bei Corona-Impfungen am 7. Juni sagte Giffey: „Es ist ja klar, wenn die Priorisierung aufgehoben wird, dann geht der Run los. Solange nicht ausreichend Impfstoff da ist, werden Hausärzte ein Problem haben.“ Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will sich am Mittwochvormittag (9.30 Uhr) zur Lage der Impfungen in den Praxen äußern. Am Dienstag hatte der Hausärzteverband Nordrhein von einer extrem aggressiven Stimmung bei der Impfstoffnachfrage berichtet.

Malte Bürger

RKI registriert 11.040 Corona-Neuinfektionen und 284 neue Todesfälle

03:52
19.05.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 14.909 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz waren allerdings Nachmeldungen aus Brandenburg enthalten. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 72,8 an (Vortag: 79,5; Vorwoche: 107,8). Deutschlandweit wurden 284 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 268 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.614.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.340.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 86.665 angegeben.

Malte Bürger

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Dienstag, 18. Mai