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20210518084138

Bayerns Gesundheitsminister verteidigt Ende der Impfpriorisierung

07:44
18.05.2021
Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), hat die Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung als „richtig und wichtig“ bezeichnet. Es sei gut, den Arztpraxen mehr Flexibilität einzuräumen und damit das Impftempo zu erhöhen, sagte der bayerische Gesundheitsminister am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Etwa in Bayern sei man in den Impfzentren „schon weit in der Priorität drei“ und auch die Arztpraxen signalisierten einen entsprechenden Impffortschritt. Zur Möglichkeit, die vorgegebene Reihenfolge ab dem 7. Juni auch in Impfzentren aufzuheben, seien die Bundesländer „noch unterschiedlich in der Meinungsbildung“.

Holetschek betonte: „Es wird nicht sofort alles funktionieren und nicht unmittelbar jeder gleich eine Impfung kriegen.“ Die Erwartungshaltung der Menschen müsse klar ausgesteuert werden.

Ab dem 7. Juni sollen bei Corona-Impfungen die Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf wegfallen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag angekündigt hatte. Ärzteverbände befürchten große Herausforderungen für das Praxispersonal, das schon von Anfragen überrannt werde. Bayerns Hausärzte dürfen Patienten bereits von diesem Donnerstag (20. Mai) an unabhängig von der Impfreihengolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Das hatte Holetschek am Montag angekündigt.

Malte Bürger

25 Millionen Corona-Fälle in Indien seit Pandemiebeginn

07:09
18.05.2021
Seit Pandemiebeginn haben sich in Indien mehr als 25 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 263 000 neue Infektionen erfasst, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Dienstag zeigten. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen sank zuletzt tendenziell. Allerdings verlagert sich die Pandemie zunehmend in die ländlichen Regionen Indiens - und dort gibt es deutlich weniger Testmöglichkeiten und eine schlechtere Gesundheitsversorgung. Die Dunkelziffer der Corona-Fälle dürfte entsprechend hoch sein. In den vergangenen 24 Stunden starben nach offiziellen Angaben 4329 Menschen mit oder an Corona - ein Höchststand für Indien seit Pandemiebeginn.

Ärztinnen und Ärzte im Land warnen vor der Zunahme einer seltenen Pilzkrankheit mit hoher Todesrate. Der staatliche Indian Council of Medical Research hielt kürzlich Krankenhäuser dazu an, bei Patienten mit einer Corona-Infektion, mit Diabetes oder einer Immunschwäche auf frühe Symptome dieser Krankheit zu achten. Sie befürchten, dass die Krankheit von Steroiden ausgelöst oder verschlimmert werden könnte, die bei der Behandlung von Corona-Patienten eingesetzt werden. An Mukormykose kann erkranken, wer bestimmte Schimmelpilzsporen einatmet oder sie über eine Hautverletzung aufnimmt, heißt es in einem Artikel der „Ärztezeitung“.

Malte Bürger