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LKA: Drei Aktionen von Corona-Leugnern vor Schulen bekannt

20:14
17.05.2021
Dem Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) sind im Mai drei Aktionen von Corona-Leugnern beziehungsweise Kritikern der pandemiebedingten Einschränkungen vor Schulen bekanntgeworden. In Hannover sei es zu Sachbeschädigungen an zwei Grundschulen gekommen, dort hätten Unbekannte Texte mit Corona-Bezug auf den Boden gesprüht, berichtete eine LKA-Sprecherin. In Peine seien vor einer Schule Zettel im Zusammenhang mit den Pandemie-Maßnahmen verteilt worden. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ vor einer Woche berichtete, hatten sich vor weiteren Schulen Kreide-Sprüche gefunden - etwa „Hände weg von unseren Kindern“ oder „Masken machen krank“. Seither seien keine ähnlichen Aktionen bekanntgeworden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Hannover.

Vor kurzem hatte der niedersächsische Kinderschutzbund beklagt, dass Mädchen und Jungen von ihren Eltern auf Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen instrumentalisiert würden. So sei im April bei einer nicht angemeldeten Demonstration von Maskenverweigerern in Cuxhaven ein Kleinkind in ein Handgemenge zwischen Teilnehmenden und Polizisten gezogen worden. Solche bewusst eingegangenen Kindeswohlgefährdungen seien nicht hinzunehmen, hieß es. Auch Jugendliche würden manipuliert. Bei Corona-Demos in der Vergangenheit etwa in Hannover waren Kinder als Redner aufgetreten.

Malte Bürger

Biden: USA geben weitere 20 Millionen Corona-Impfdosen ab

19:22
17.05.2021
Die USA wollen bis Ende kommenden Monats weitere 20 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an andere Länder abgeben und im globalen Kampf gegen die Pandemie eine Führungsrolle einnehmen. „Wir wissen, dass Amerika nie ganz sicher sein wird, bis die Pandemie, die weltweit wütet, unter Kontrolle ist“, sagte Biden am Montag im Weißen Haus. Bis Ende Juni würden die USA mindestens 20 Millionen Impfdosen mit anderen Staaten teilen - zusätzlich zu bereits angekündigten 60 Millionen. Insgesamt würden die USA damit mehr Impfstoff abgeben als jedes andere Land. „Und wir werden unsere Impfstoffe nicht benutzen, um uns Gefälligkeiten von anderen Ländern zu sichern“, betonte Biden.

Ende April hatte die US-Regierung verkündet, nach einer Freigabe der Arzneimittelbehörde FDA 60 Millionen Dosen des in den USA derzeit nicht zugelassenen Corona-Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca an andere Staaten abzugeben. Nach Angaben des Weißen Hauses sind die nun angekündigten 20 Millionen zusätzlichen Impfdosen von bereits zugelassenen Mitteln. Mit einer FDA-Notfallzulassung sind derzeit die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verwendung in den Vereinigten Staaten freigegeben.

Bei Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca sind zwei Dosen für einen vollen Impfschutz notwendig, bei dem Mittel von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Die US-Regierung hat bereits vier Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs an die Nachbarn Mexiko und Kanada abgegeben. Die US-Regierung hat sich genügend Impfstoff gesichert, um die gesamte Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen auch ohne das Produkt von Astrazeneca zu versorgen.

Michael Rabba

Spahn begrüßt Debatte über mögliche Impfempfehlung bei Kindern

18:24
17.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Debatte über eine mögliche Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen begrüßt. „Ich finde es wichtig, dass es diese Debatte gibt“, sagte Spahn am Montag in Berlin. Dies sei dann auch eine Entscheidungsgrundlage für die Eltern und Jugendlichen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will im Mai über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer ab zwölf Jahren entscheiden. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hatte eine genaue Prüfung vor einer möglichen Impfempfehlung angekündigt.

Spahn erläuterte, es gebe eine Diskussion darüber, ob und in welchem Umfang es eine Empfehlung zur Impfung von 12- bis 18-Jährigen geben solle. Die erwartete Zulassung solle die Impfung möglich machen. Über die Frage einer Empfehlung sei damit noch nicht entschieden. Die Frage des individuellen Nutzens stelle sich für jemanden, der 15 oder 20 Jahre alt sei, anders dar als für einen 80-Jährigen. Aber Impfungen hätten auch Auswirkungen auf die Pandemie, sagte Spahn unter Verweis auf das Infektionsgeschehen bei den Jüngeren.

Schulkinder und junge Erwachsene sind von Corona-Neuinfektionen in Deutschland derzeit zwar überdurchschnittlich stark betroffen. Kinder und Jugendliche haben aber ein geringeres Risiko von schweren Verläufen von Covid-19. Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen Krankenhausbehandlungen nötig waren. Langzeitfolgen (Long Covid) könnte nach Einschätzung von Wissenschaftlern bei Kindern zudem eher auftreten als die akute Erkrankung. Hinzu kommt das Risiko des sogenannten pädiatrischen Multisystem-Inflammationssyndroms (PIMS), eine möglicherweise Wochen nach der Infektion auftretende Krankheit.

Michael Rabba