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Fünf Werktage unter 100 - Lockerungen in Berlin können am Mittwoch kommen

09:35
17.05.2021
In Berlin stehen ab Mittwoch erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen an. So dürfen zum Beispiel Museen und Gedenkstätten wieder öffnen. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, nach denen es zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in der Regel verboten ist, die eigene Wohnung zu verlassen, gelten nicht mehr. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach den Daten des Robert Koch-Institut (RKI) vom Montag in Berlin fünf Werktage in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert von 100 geblieben. Das gilt nach der Bundes-Notbremse als Voraussetzung für Lockerungsschritte.

Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner es in einer Woche gegeben hat. Laut RKI lag er am Montag bei 68,6 und ist damit zwar leicht gestiegen (Sonntag: 66,9 Fällen), aber weiterhin deutlich unter der 100er-Marke.

Der Senat beschloss am Freitag, dass es für diesen Fall erste Lockerungen ab Mittwoch (19. Mai) geben soll. Unter anderen sind touristische Angebote im Freien grundsätzlich wieder möglich. Dazu zählen unter zum Beispiel Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge. Voraussetzung sind allerdings ein negatives Testergebnis und ein vorab gebuchter Termin für einen festen Zeitraum.

Ab Mittwoch dürfen auch Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser Veranstaltungen unter freiem Himmel mit maximal 250 Personen anbieten. Der Mindestabstand von 1,50 Metern darf unterschritten werden, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind oder Maskenpflicht auch am Sitzplatz gilt. Ab Freitag (21. Mai) gilt dann rechtzeitig zu Pfingsten, dass Gaststätten ihre Außenbereiche öffnen dürfen. Gäste müssen aber ein negatives Testergebnis oder vollständigen Impfschutz nachweisen.

Jan-Felix Jasch

Coronaimpfungen frei für Mitarbeiter im Supermarkt

09:10
17.05.2021
In Niedersachsen dürfen sich seit Montag das Personal im Lebensmitteleinzelhandel und weitere Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe drei gegen das Coronavirus impfen lassen. Dazu zählen auch bestimmte Mitarbeiter von Polizei, Justiz, Verwaltungen und Katastrophenschutz, wie das Gesundheitsministerium in Hannover bestätigte.

Die sehr große Priorisierungsgruppe drei wird stufenweise zur Impfung zugelassen. Schon seit dem 10. Mai können sich Menschen über 60 Jahren oder mit bestimmten Vorerkrankungen Impftermine geben lassen. Eine dritte Gruppe von Mitarbeitern der sogenannten kritischen Infrastruktur soll am 31. Mai folgen. Das reicht von Apotheken bis zu Wasserversorgung.

Durch die Neuanmeldungen werde die Warteliste von Impfwilligen in Niedersachsen zunächst wieder wachsen, hieß es im Ministerium. Schon vergangene Woche standen etwa 590 000 Namen auf der Liste. Zugleich stehen in den kommenden Wochen viele Zweitimpfungen an, so dass es weniger Termine für Erstimpfungen gibt.

Malte Bürger