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20210517091044

Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen

08:38
17.05.2021
Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken - sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. „Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.“ Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: „Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen.“

Malte Bürger

Umfrage: Fast drei Viertel wollen sich impfen lassen

08:15
17.05.2021
Seit dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre wollen sich nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nun gegen das Coronavirus immunisieren lassen. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen. Weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Zusammen sind das 74 Prozent.

Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. 19 Prozent lehnten die Immunisierung damals ab, jetzt sind es nur noch 15 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist seit Ende Dezember von 16 auf 11 Prozent gesunken.

Die Bundesregierung wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen in Deutschland immunisieren lassen. Damit soll eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden, die auch diejenigen vor Ansteckung schützt, die nicht geimpft sind. Nach unterschiedlichen Einschätzungen von Forschern ist dafür eine Impfquote zwischen 60 und 80 Prozent notwendig.

Nach offiziellen Angaben haben bis zum Samstag 30,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das sind 36,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Malte Bürger

Corona-Infektionslage in Niedersachsen entspannt sich weiter

06:57
17.05.2021
Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab. Auf Montag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 242 Neuinfektionen registriert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag wie am Sonntag bei 59,1 - so viele Menschen haben sich pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit dem Virus angesteckt. Außerdem wurde in Niedersachsen ein weiterer Todesfall gemeldet.

Die höchsten Werte verzeichneten am Montag die Stadt Emden (132,2) und der Landkreis Cloppenburg (100,2) - alle anderen Kommunen lagen unter dem kritischen Wert von 100. Besonders niedrig war die Infektionsrate im Landkreis Helmstedt (28,5), in der Stadt Wilhelmshaven (23,7) und im Landkreis Uelzen (19,5).

Malte Bürger