Nach Schätzungen des Deutschen Lehrerverbands sind seit Beginn der Pandemie durchschnittlich zwischen 350 und 800 Stunden Präsenzunterricht für jeden Schüler ausgefallen. "Das ist im Schnitt wohl ein halbes Schuljahr", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung (Samstag).
In Hamburg zum Beispiel seien durch weitgehende Schulschließungen insgesamt 540.000 Stunden ausgefallen, meldete die Zeitung weiter und berief sich dabei auf die zuständige Schulbehörde. Homeschooling und Distanzunterricht seien in diesen Zahlen nicht eingerechnet.
"Wir brauchen differenzierte Lösungen, begleitende Zusatzangebote am Nachmittag im nächsten Schuljahr, aber auch Angebote am Wochenende und in den Ferien", forderte Meidinger: "Das kann auch digitale Nachhilfe sein."
Noch wisse aber niemand, woher angesichts des Lehrermangels die zusätzlichen Kräfte für die Lernförderung kommen sollten, ergänzte der Verbandspräsident: "Ohne Lehramtsstudierende und Lehrkräfte, die schon in Rente oder Pension sind, wird es nicht gehen." Die Angebote müssten für die Schüler aber verpflichtend sein