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20210514075708

Vorpommern-Rügen öffnet als erster Landkreis den Einzelhandel

07:57
14.05.2021
Als erster Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Vorpommern-Rügen ab Freitag die Öffnung des kompletten Einzelhandels. Eine Testpflicht besteht nicht, wie Landrat Stefan Kerth (SPD) mitteilte. In den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten im Nordosten dürfen die Geschäfte erst vom 25. Mai an öffnen. Hintergrund für die deutlich frühere Freigabe des Shoppings in Vorpommern-Rügen ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz in der Region von unter 50. Am Mittwoch lag sie bei 35,6.

„Die Branche hat enorm Federn lassen müssen, daher freue ich mich für jeden Einzelnen, der am Freitag wieder aufschließen kann“, sagte Kerth. Auf Corona-Tests beim Einkaufen könne verzichtet werden, weil inzwischen andernorts viel getestet werde. So gebe es in Betrieben zwei Testangebote pro Woche, in Bildung und Pflege sogar eine Testpflicht. „Das gibt uns eine gute Sicherheit und rechtfertigt, dass wir diese Hürde für unseren Einzelhandel nun zurücknehmen können“, so Kerth.

Patrick Reichelt

Japan weitet vor Olympia Corona-Notstand aus

07:34
14.05.2021
Angesichts weiter steigender Infektionszahlen weitet Japan den Corona-Notstand weniger als drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen nochmals aus. In den Präfekturen Hokkaido, Okyama und Hiroshima müssten bis 31. Mai ebenfalls strengere Restriktionen umgesetzt werden, gab der zuständige Minister Yasutoshi Nishimura am Freitag bekannt. Die Regierung hatte erst kürzlich den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio abermals verlängert und auf insgesamt sechs Regionen ausgeweitet. Für Hokkaido, Okayama und Hiroshima war eigentlich nur ein Quasi-Notstand vorgesehen gewesen, doch Experten drängten darauf, auch dort strengere Maßnahmen zu ergreifen.

Ein Lockdown ist der Notstand in Japan aber nicht: Restaurants und Bars sollen keinen Alkohol ausschenken und schon um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sind dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Unternehmen sollen Heimarbeit ermöglichen. Große Komplexe wie Kaufhäuser und Kinos sollen entweder geschlossen bleiben oder früher schließen. Größere Veranstaltungen in Kultur und Sport sind zwar inzwischen wieder erlaubt, allerdings mit höchstens 5000 Zuschauern.

Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben worden. In Umfragen spricht sich eine deutliche Mehrheit der Japaner für eine erneute Verschiebung oder Absage der Spiele aus. Die Regierung und das Internationale Olympische Komitee (IOC) betonen jedoch immer wieder, dass die Spiele ungeachtet des äußerst langsamen Impftempos in Japan wie geplant und für jeden „sicher“ stattfinden sollen.

Patrick Reichelt