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20210514073428

Balearen-Präsidentin: Nachtleben eher erst nach dem Sommer

06:21
14.05.2021
Kein Bierkönig, keine Schinkenstraße: Sommer-Touristen auf Mallorca und den übrigen Balearen müssen sich wohl auf Urlaub ohne Clubbesuche einstellen. „Erst mit einer höheren Impfrate können wir das Nachtleben wieder öffnen“, sagte die Regierungschefin der Inseln, Francina Armengol, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Durch zu schnelle Öffnungsschritte würden wir die großen Opfer, die unsere Bevölkerung bei der Bekämpfung der Pandemie erbracht hat, gefährden.“ Priorität habe nun der „verantwortungsvolle Tourismus“, man wünsche sich viele Familien, Sport-, Kultur- und Gastronomieurlauber. „Das Nachtleben folgt später, wahrscheinlich nicht mehr in diesem Sommer.“

Armengol bezeichnete die Corona-Pandemie zudem als Chance, „den Exzesstourismus hinter uns zu lassen“. Auf den
Balearen haben man angefangen, einen Qualitätstourismus zu
entwickeln, mit mehr Respekt vor der Natur und den Eigenheiten der Regionen. „Corona hat uns noch einmal die Notwendigkeit von
verantwortungs- und respektvollem Tourismus gezeigt.“

Die Erfahrungen mit der Öffnung für deutsche Touristen
seit Ostern seien „sehr positiv“ gewesen. Seit mehreren Tagen liegt die Inzidenz auf den Balearen laut Armengol unter 25.

Patrick Reichelt

Maas hält Sommerurlaub für möglich

05:50
14.05.2021
Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie wird nach den Worten von Außenminister Heiko Maas (SPD) im Sommer wieder Urlaub möglich sein. „Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht“, sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgabe). Er erwarte dann wieder ein Leben „in normaleren Verhältnissen“, so Maas. „Und das schließt Sommerurlaub ein.“ Dies könne auch für Nicht-Geimpfte gelten. Eine abermalige Rückholaktion für Bundesbürger, die wegen der Pandemie im Ausland stranden, lehnte der Minister ab.

Patrick Reichelt

Griechische Inseln wollen Touristen mit hohen Impfquoten locken

05:30
14.05.2021
Am Samstag wird in Griechenland offiziell die Tourismus-Saison eingeläutet - Gastronomen, Hoteliers und Ladenbesitzer erwarten sie mit Hoffnung und Bangen gleichermaßen. Auch wegen des Saisonstarts wird in den Urlaubszielen kräftig geimpft - um Touristen mit „covid-freien Inseln“ zu locken.

Auf der Insel Milos etwa und anderen griechischen Eilanden könnten so in den kommenden Wochen Impfquoten von bis zu 90 Prozent erreicht werden - nicht zuletzt, weil die Menschen vom Tourismus leben, wie Konstantinos Makris, Chef des örtlichen Gesundheitszentrums, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Tourismusbranche trägt normalerweise fast 20 Prozent zur griechischen Wirtschaftsleistung bei - und war im vergangenen Jahr wegen Corona um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Die einzige Lösung scheint der Kampf gegen das Virus. „Wir haben wirklich alles für die Sicherheit sowohl der Einwohner als auch der Gäste getan“, sagt Dimitris Moraitis vom Hotelverband der Insel Milos.

Mediziner Makris ist dabei einer seiner wichtigsten Verbündeten. Er setzt auf Milos seit Wochen das von der Regierung beschlossene Sonder-Impfprogramm für die griechischen Inseln um. Athen hatte allen Inselbewohnern ein Impfangebot gemacht, um so auch Touristen zu locken. Nur große Eilande wie Kreta mit seinen rund 600 000 Einwohnern sind ausgenommen - dort wird wie auf dem Festland nach Alter und Vorerkrankung priorisiert.

„Die Nachfrage der Bürger ist enorm“, sagt Mediziner Makris. „Ich gehe davon aus, dass bis Mitte Juni mehr als 90 Prozent der Inselbewohner über 18 geimpft sein werden.“ Auf Milos leben rund 5000 Menschen, geimpft werden laut Makris rund 300 pro Tag. Andere Inseln geben ähnlich gute Prognosen ab und sind mit ihren Impfprogrammen sogar noch früher fertig, berichten griechische Medien.

Patrick Reichelt