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20210513125355

Umfrage: Zwei Drittel mit Corona-Krisenmanagement unzufrieden

11:58
13.05.2021
Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind aktuell unzufrieden damit, wie die Politik die Corona-Maßnahmen begründet und erklärt. Allerdings hat sich der Anteil der Unzufriedenen gegenüber dem April verringert, wie der von infratest dimap erhobene Deutschlandtrend des ARD-„Morgenmagazins“ (Freitag) ergab.

65 Prozent der Wahlberechtigten sind demnach unzufrieden damit, wie die Corona-Maßnahmen kommuniziert werden. Im Vergleich zum April sind dies 7 Prozentpunkte weniger. Zufrieden mit der Erklärung und Begründung der Schritte sind 32 Prozent der Befragten, 5 Prozentpunkte mehr als im April.

Gegenüber April von 15 auf 36 Prozent gestiegen ist die positive Bewertung der Impfkampagne. 62 Prozent sind mit dem Impfmanagement unzufrieden, 21 Prozentpunkte weniger als Anfang April. Die Bewertung der Impfkampagne hängt laut Umfrage stark vom Alter der Befragten ab. Bei den über 65-Jährigen stellt die Hälfte (50 Prozent) der Impfkampagne ein positives Zeugnis aus, bei den unter 65-Jährigen sind es nur etwa drei von zehn.

Patrick Reichelt

Hausärzte bei Impfungen mit Astrazeneca zurückhaltend

11:33
13.05.2021
Hamburgs Hausärzte sind angesichts der Skepsis ihrer Patienten gegenüber einer Corona-Impfung mit Astrazeneca bei der Bestellung des Impfstoffs „sehr zurückhaltend“ geworden. „Dafür Patientinnen einzubestellen, ist mit viel Zeit am Telefon verbunden“, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg, Jana Husemann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Freigabe der Priorisierung habe sie in ihrer Praxis Stunden gebraucht, um 40 Termine zu vergeben.

„Jetzt merken wir ein verstärktes Interesse an Astrazeneca, vor allem von jüngeren Patient*innen.“ Hauptgrund sei die von der Politik versprochene Verkürzung der Zeit bis zur zweiten Impfung. „Da geht es vor allem darum, schnell die Einschränkungen loszuwerden oder in den Urlaub zu fahren“, sagte Husemann. „Da damit auch eine verminderte Wirksamkeit verbunden ist, sehe ich das sehr kritisch.“

Sie verabreiche weiterhin keinen Astrazeneca-Impfstoff an Menschen unter 60. Nur wenn es dazu keine Alternative gäbe, müsste man eine neue Risikobewertung vornehmen. „Da die Alternative aber ein anderer Impfstoff, sprich momentan Biontech, ist, bleiben wir dabei.“

Patrick Reichelt

Sicherheitsbehörden besorgt wegen gefälschter Impfpässe

11:07
13.05.2021
Die Sicherheitsbehörden sorgen sich angesichts der Lockerungen für Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie um gefälschte Impfpässe. „Das Problem besteht schon heute und wird noch eine ganze Weile aktuell bleiben, da mit einer vollständigen Impfung entweder eine Befreiung von Grundrechtseinschränkungen oder perspektivisch zunehmend auch Ein- oder Ausreisevorteile verbunden sein werden“, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). Abnehmer gefälschter Pässe könnten inländische Impfverweigerer sein, ebenso Ein- oder Ausreisewillige, die sich Quarantänepflichten entziehen möchten.

Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält Impfpässe für alles andere als fälschungssicher. „Für die Polizei ist eine Fälschung auf dem Papier aber äußerst schwer zu erkennen, wenn sie nicht allzu plump ist“, sagte Wendt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Polizisten, Grenzbeamte und kommunale Ordnungskräfte müssten deshalb Zugriff auf die digitalen Informationen des Robert Koch-Instituts bekommen. Bislang werden diese nur anonymisiert von den Impfstellen gemeldet. „Die Daten müssten dem RKI komplett, also mit Namen, Personaldaten und Impfdatum übermittelt und dort auch abrufbar gespeichert werden. Dann können sie den Kontrollbehörden für einen Übergangszeitraum online zugänglich gemacht werden, damit die Einsatzkräfte vor Ort direkt abfragen können, ob tatsächlich der erforderliche Impfstatus vorliegt“, forderte Wendt.

Patrick Reichelt