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20210513074938

Studie: Nebenwirkungen bei gemischter Corona-Impfung etwas häufiger

07:07
13.05.2021
Wer zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe bei seiner Erst- und Zweitimpfung erhält, hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis. Das geht aus vorläufigen Daten einer Studie der Universität Oxford hervor, die am Donnerstag im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurden. Anlass zur Sorge um die Patientensicherheit gebe es deswegen aber nicht, betonten die Wissenschaftler. Ob die Immunreaktion davon betroffen ist, könne noch nicht beurteilt werden. Daten dazu würden aber in den kommenden Monaten erwartet.

Untersucht wurden Fälle, bei denen im Abstand von vier Wochen entweder zuerst das Präparat von Astrazeneca verabreicht wurde und dann der Impfstoff von Biontech/Pfizer oder umgekehrt. In beiden Fällen war die Häufigkeit der leichten und moderaten Nebenwirkungen erhöht. „Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass die Vergabe zweier unterschiedlicher Dosen zu vermehrten Arbeitsausfällen am Tag nach der Impfung führt“, sagte Matthew Snape von der Uni Oxford, der die Studie leitet. Das sei etwa wichtig für die Planung von Impfungen bei Beschäftigten im Gesundheitsbereich.

Betrachtet wurden 830 Freiwillige im Alter von über 50 Jahren, die in vier Gruppen jeweils zwei Impfdosen gleicher Art und in unterschiedlicher Reihenfolge je zuerst das eine und dann das andere Präparat erhielten. Es sei möglich, dass die Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen noch verbreiteter seien, hieß es in der Mitteilung weiter. Im April wurde die Studie um weitere Varianten mit den Impfstoffen Moderna und Novavax als Zweitdosis nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca oder Biontech/Pfizer erweitert - die Ergebnisse dazu stehen noch aus.

Patrick Reichelt

Bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich der 100

06:33
13.05.2021
Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich bei stetig sinkenden Fallzahlen nun der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Der Wert sinkt in allen Altersgruppen. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht.

Die Hälfte der Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter dem politisch maßgeblichen Wert von 100. Den RKI-Daten zufolge sieht es in Schleswig-Holstein mit 49 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche besonders gut aus. Auch in Hamburg (67), Niedersachsen (78), Mecklenburg-Vorpommern (78) und Brandenburg (82) liegen die Werte deutlich unter der 100er Marke. Etwas knapper ist es in Rheinland-Pfalz (93), Bremen (90) und Berlin (86). Nur noch knapp über 100 liegen das Saarland (105) und Bayern (107). Schlusslichter sind weiterhin Sachsen (144) und Thüringen (168).

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen kontinuierlich zurück. Auch andere Kennzahlen wie der R-Wert und die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten weisen auf Entspannung hin. Das kann am Verhalten der Menschen liegen, aber auch am Fortschritt beim Impfen. Zudem sind Effekte der Bundes-Notbremse denkbar. Sie greift, wenn die Inzidenz auf Kreisebene an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Dann gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen.

Auf Kreisebene dürften in den nächsten Tagen immer mehr Regionen in den Genuss von Lockerungen kommen. Derzeit liegt die Inzidenz laut RKI bereits in mehr als 190 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten unter 100. Wenn der Wert an fünf Tagen hintereinander unter 100 liegt, treten die Regeln der Bundes-Notbremse zwei Tage später außer Kraft.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 14 909 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.13 Uhr wiedergeben. Die Daten sollten nach RKI-Angaben Nachmeldungen vom Vortag aus Brandenburg enthalten.

Patrick Reichelt