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EMA zuversichtlich: Impfstoffe schützen vor indischer Virus-Variante

14:02
12.05.2021
Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) ist zuversichtlich, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe auch vor der neuen indischen Virus-Variante schützen. Die bisher vorliegenden Daten seien „beruhigend“ und deuteten auf einen „ausreichenden Schutz“ hin, sagte der Direktor für Impfstrategie bei der EMA, Marco Cavaleri, am Mittwoch in Amsterdam. Die EMA-Experten würden weiterhin die Entwicklung sehr genau verfolgen und prüfen.

Bisher sind in der EU vier Corona-Impfstoffe zugelassen. Vier weitere werden zurzeit nach dem beschleunigten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Die EMA erwartet vor allem in Bezug auf den deutschen Impfstoff Curevac und das amerikanische Novavax eine schnelle Entscheidung. Beim russischen Impfstoff Sputnik V würden zurzeit die Inspektionen der Produktionsstätten laufen. Das Prüfverfahren für das Präparat des chinesischen Herstellers Sinuvac ist erst kürzlich angelaufen.

Jan-Felix Jasch

Corona-Maßnahmen in Schweden bleiben bis zum 1. Juni in Kraft

13:51
12.05.2021
Die in Schweden geltenden Corona-Maßnahmen werden angesichts vergleichsweise hoher Neuinfektionszahlen bis zum 1. Juni verlängert. Das gab Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Auch wenn man auf nationaler Ebene einen Rückgang der Infektionszahlen sehe, befänden sich diese nach wie vor auf einem hohen Niveau. Ursprünglich waren Lockerungen für den 17. Mai angedacht gewesen.

Schweden hat in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg gewählt. Die Skandinavier entschieden sich zu weniger strikten Beschränkungen und setzten mehr auf Empfehlungen und Appelle an die Vernunft der Bürger. Dennoch sind auch in Schweden bestimmte Maßnahmen eingeführt worden, darunter eine Teilnehmerobergrenze für Veranstaltungen und Zusammenkünfte von maximal acht Personen.

Nach dem 1. Juni sollen bei dieser Beschränkung gewisse Änderungen etwa für Sportveranstaltungen vorgenommen werden, wie Kultur- und Sportministerin Amanda Lind ankündigte. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten sollen Restaurants ab dem Zeitpunkt bis 22.30 Uhr und damit zwei Stunden länger als derzeit offen bleiben dürfen. Ein Beschluss dazu soll nächste Woche fallen.

Schaut man auf die Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, dann hat Schweden auf die Bevölkerung heruntergerechnet weiter eine der höchsten Neuinfektionszahlen in der EU. In der letzten April- und der ersten Mai-Woche stand die 14-Tages-Inzidenz demnach bei rund 558 Fällen pro 100 000 Einwohner, verglichen mit gut 274 in Deutschland.

Michael Rabba

Nordrhein-Westfalen erlaubt eingeschränkte Gastronomie-Öffnung bei Inzidenz unter 100

12:51
12.05.2021
In Nordrhein-Westfalen sollen eingeschränkte Öffnungen der Außengastronomie wieder erlaubt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen unter 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner liegt. Voraussetzungen seien eine verminderte Gästezahl und ein negativer Corona-Test der Besucher, kündigte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an. Innenbereiche dürften entsprechend ab einer Inzidenz unter 50 wieder geöffnet werden. Die Regelung greife ab dem 15. Mai.

Derzeit liegt die landesweite Inzidenz in NRW nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 116,2 und geht weiter zurück. 15 von 53 Kommunen waren am Mittwoch unter der 100er-Marke und einige weitere knapp darüber. Am besten sah die Lage in Münster mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 51,7 aus.

Jan-Felix Jasch