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20210512100838

Qantas peilt Wiederaufnahme internationaler Flüge erst im Dezember an

09:29
12.05.2021
Die australische Fluggesellschaft Qantas hat die bislang für Oktober geplante Wiederaufnahme internationaler Flüge auf Ende Dezember verschoben. Als Gründe nannte sie am Mittwoch Verzögerungen bei der Corona-Impfkampagne und Australiens Pläne, erst bis Mitte 2022 seine internationalen Grenzen weitgehend wieder zu öffnen. Flüge zwischen Australien und Neuseeland seien davon nicht betroffen, hieß es in der Mitteilung der Airline. Das Wiederaufleben von Inlandsreisen bleibe das wichtigste Element für die wirtschaftliche Erholung der Fluglinie.

„Die Regierung hat ihren voraussichtlichen Zeitplan für den Abschluss der australischen Impfkampagne auf Ende 2021 und ihren Zeitplan für die signifikante Wiederöffnung unserer internationalen Grenzen auf Mitte 2022 verschoben“, schrieb Qantas weiter. Australiens internationale Grenzen sind im Zuge der Corona-Pandemie seit März 2020 geschlossen, Ausnahmen gibt es für dort Lebende sowie australische Staatsbürger.

Das Land mit rund 25 Millionen Einwohnern blieb weit hinter dem ursprünglichen Ziel zurück, bis Ende März vier Millionen Impfdosen zu verabreichen. Bis Dienstag waren gut 2,8 Millionen Dosen gespritzt worden. Ursprünglich sollten bis Oktober alle Erwachsenen geimpft sein.

Max Seidenfaden

WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst

07:43
12.05.2021
Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilte die Behörde in Genf am Dienstag mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Großbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet.

Potenziell bedrohliche Varianten von Sars-CoV-2 werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung („variants of interest“) sowie besorgniserregende Varianten („variants of concern“). Letztere sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar und/oder führen zu schwereren Krankheitsverläufen.

Es gebe Hinweise auf höhere Übertragungsraten bei B.1.617, eine rasche Verbreitung in mehreren Ländern sei beobachtet worden, hieß es von der WHO. Ob die Wirksamkeit von Impfstoffen oder Medikamenten bei der Mutante eingeschränkt sei, sei noch unklar. Erste Ergebnisse von Laborstudien deuteten auf eine „mäßige Verringerung der Neutralisierung durch Antikörper“ hin. Inwiefern das tatsächlich Auswirkungen etwa auf die Wirkung von Impfstoffen und Medikamenten und das Risiko für erneute Infektionen hat, lässt sich aber noch nicht gesichert sagen.

Max Seidenfaden