Letztes Update:
20210511175938

Corona: Lufthansa ermöglicht weiterhin kostenlose Umbuchungen

17:09
11.05.2021
Flugtickets von Lufthansa, Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines lassen sich auch weiterhin kostenlos umbuchen. Das Angebot galt zuletzt bis Ende Mai und wurde nun verlängert, wie Lufthansa mitteilte.

Sämtliche Tarife der Airlines ließen sich bei Ticketausstellung bis zum 31. Juli 2021 weiterhin beliebig oft gebührenfrei umbuchen - wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt. Danach lässt sich ein Ticket noch ein weiteres Mal ohne Gebühren umbuchen. Die Umbuchung kann bis zum Check-in des ursprünglichen geplanten Fluges erfolgen.

Der neu gebuchte Flug kann bis zu einem Jahr in der Zukunft liegen. Auch die Route lasse sich - abhängig von der Verfügbarkeit - beliebig ändern, so die Airline. Wer einen Flug zunächst einfach nur absagen will, braucht sich noch nicht für ein neues Datum und Reiseziel entscheiden. Das Ticket bleibe im System als Guthaben erhalten, bis sich der Kunde für eine neue Reservierung entschieden und es damit wieder eingelöst habe. Die neue Buchung müsse bis zum 31. August 2021 erstellt werden. Der neue Abflug könne in diesem Fall auch erst im kommenden Jahr (bis 31. Juli 2022) erfolgen.

Max Seidenfaden

Impfstoff-Streit: Zweites EU-Verfahren gegen Astrazeneca

15:52
11.05.2021
Im Rechtsstreit um Lieferrückstände von Astrazeneca bei Corona-Impfstoff führt die EU-Kommission nun offiziell ein zweites Gerichtsverfahren gegen den britisch-schwedischen Hersteller. Nach dem bereits laufenden Eilverfahren gehe es in einem Hauptsacheverfahren ab 24. September um die genaue rechtliche Prüfung von Vertragspflichten und möglicher Verstöße, teilte ein Kommissionssprecher am Dienstag mit.

Zweck beider Verfahren sei jedoch derselbe: Die EU wolle bei Astrazeneca die Lieferung der vertraglich zugesagten Impfstoffdosen durchsetzen. Konkret gehe es zunächst um 90 Millionen Dosen Corona-Impfstoff: Das Unternehmen habe im ersten Quartal an die EU 30 Millionen Impfdosen geliefert statt der zugesicherten 120 Millionen. Letztlich seien Zwangsgelder denkbar, sagte der Sprecher. Im Eilverfahren will die Kommission aber zunächst eine einstweilige Anordnung erwirken, die ihre vertraglichen Ansprüche festhält. Darüber wird am 26. Mai vor einem Gericht in Brüssel verhandelt.

Insgesamt hat die EU 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni bestellt. Nach jüngsten Prognosen dürften es bis dahin aber nur 100 Millionen Dosen werden. Astrazeneca hält den Rechtsstreit für unbegründet, weil die Firma die Vertragspflichten anders auslegt als die Kommission.

Max Seidenfaden