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Irland lockert Corona-Maßnahmen: Einkaufen mit Termin, Museen öffnen

11:01
10.05.2021
 Irland hat nach mehreren Monaten im Lockdown mit weitreichenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen einige Corona-Maßnahmen gelockert. Nicht lebensnotwendige Geschäfte dürfen nun Terminkunden empfangen sowie Click & Collect anbieten. Friseure und Schönheitssalons dürfen ebenfalls Kunden mit einer Reservierung empfangen. Auch Museen, Büchereien und andere kulturelle Einrichtungen öffnen wieder.

In privaten Gärten können sich bis zu sechs Menschen oder drei Haushalte treffen, an Beerdigungen und Hochzeiten dürfen bis zu 50 Gäste teilnehmen. Maximal 15 Menschen dürfen im Freien gemeinsam trainieren oder sich treffen. Außerdem sind Reisen innerhalb des EU-Landes nun wieder erlaubt, allerdings keine Hotelübernachtungen.

Einen Bonus gibt es für vollständig Geimpfte. Sie dürfen sich in geschlossenen Räumen mit bis zu zwei anderen Haushalten treffen, wenn auch diese geimpft sind, oder mit einem anderen nicht geimpften Haushalt. Offiziellen Zahlen zufolge haben in Irland mit etwa 4,9 Millionen Einwohnern bisher etwa 500 000 Erwachsene beide Impfdosen erhalten.

Die irische Regierung plant als nächsten Schritt, vom 2. Juni an Hotels öffnen zu lassen, vom 7. Juni an sollen Besuche eines Haushalts in geschlossenen Räumen möglich sein sowie die Außengastronomie öffnen.

Max Seidenfaden

Spahn mahnt zur Zurückhaltung beim Reisen

10:35
10.05.2021
 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, beim Reisen wegen der nach wie vor recht hohen Corona-Zahlen vorerst noch zurückhaltend vorzugehen. „Das Gefühl ist im Moment besser als die Lage“, sagte Spahn am Montag in Berlin.

Bei der Reiseaktivität sei nicht allein die Inzidenz am Zielort entscheidend, sondern auch der Weg. Wenn überhaupt schon Öffnungsschritte gegangen werden, müsse dies sehr stark test-gestützt gemacht werden. „Auch aus Selbstschutz der Regionen macht es sehr viel Sinn, nicht durch zuviel Mobilität es gleich schon am Anfang zu gefährden.“

Lockerungsschritte müssten vorsichtig gegangen werden, mahnte Spahn. „Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen, als die meisten anderen Länder bei höheren Impfquoten gelockert haben.“ Das gelte etwa für Großbritannien und Israel.

Max Seidenfaden

Spahn: Zehn Millionen Dosen Johnson & Johnson bis Ende Juli

10:15
10.05.2021
Nach den ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson in Deutschland erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zehn Millionen Impfdosen davon bis Ende Juli. Das sagte Spahn am Montag in Berlin. Der Impfstoff wird in Deutschland künftig in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt, wie Spahn bestätigte. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Morgen beschlossen.

Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten zugleich aufgehoben. Wie bei dem Vakzin von Astrazeneca sind sehr seltene Fälle von Thrombosen als Nebenwirkungen der Grund für die Einschränkung für Jüngere.

Spahn erläuterte, bei den Über-60-Jährigen seien mittlerweile deutlich mehr als 60 Prozent geimpft, in einigen Bundesländern über 70 Prozent. Bis Ende Mai dürften alle Menschen ab 60 in dieser Altersgruppe geimpft sein, die sich impfen lassen wollen. Der Großteil des Impfstoffs von Johnson & Johnson komme erst danach.

Daher sei es für ein pragmatisches weiteres Vorgehen bei der Impfkampagne richtig, „dass wir für den Impfstoff von Johnson & Johnson wie bei Astrazeneca die Priorisierung auch aufgeben“. Nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Entscheidung könnten sich alle Jüngeren damit impfen lassen.

Max Seidenfaden