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DFB-Arzt Meyer hofft auf Abrüstung der Corona-Schutzmaßnahmen

09:29
09.05.2021
Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, der auch die Task Force „Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ in der Corona-Krise leitet, erwartet ein Zurückfahren der Hygienemaßnahmen zur neuen Bundesliga-Spielzeit. „Ich hoffe und glaube, dass die Schutzmaßnahmen in der nächsten Saison deutlich abgerüstet werden können“, sagte Meyer der „Welt am Sonntag“. Der Mediziner setzt dabei auf eine hohe Impfquote bei den Profifußballern, eine, die „noch deutlich über der Impfquote in der Allgemeinbevölkerung liegt“.

Dies sei seine persönliche Einschätzung, Meyer erklärte zudem: „In der Taskforce setzen wir uns bereits intensiv mit der nächsten Saison auseinander und beobachten die Entwicklungen.“ Bei den Impfungen hob Meyer „natürlich und ausdrücklich“ hervor, dass dies erst geschehen solle, wenn Fußballspieler gemäß der Priorisierung an der Reihe sind.

Auch die Geisterspiele, die mit ein paar Ausnahmen seit einem Jahr Realität im deutschen Fußball sind, könnten dann ein Ende haben, glaubt Meyer. Die Zulassung von Zuschauern ab Sommer hält der Arzt für realistisch. „Sicher nicht gleich wieder 100 Prozent, aber Geisterspiele werden hoffentlich nicht mehr notwendig sein, wenn wir davon ausgehen, dass die infektiologischen Prognosen zutreffen.“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die derzeitigen Corona-Regeln für den Saisonendspurt verschärft und die Quarantäne-Trainingslager ab 12. Mai beschlossen, um weiteren Spielabsagen vorzubeugen. „Wenn es keine Kontakte nach außen gibt, kann auch nichts in den abgeschirmten Bereich mit Mannschaft, Trainern und Betreuern hineingetragen werden“, sagte der 53 Jahre alte Mediziner. Dies bedeute zwar keine hundertprozentige, aber „die maximal machbare Sicherheit“.

Besuche bei Freunden auf Helgoland in Himmelfahrtswoche möglich

07:19
09.05.2021
Wer Freunde auf Helgoland hat, die einem ein Bett bieten, kann in der kommenden Woche auf die coronabedingt für Touristen gesperrte Ferieninsel reisen. Der Kreis Pinneberg, zu dem Helgoland gehört, lockert die strengen Vorschriften für das Eiland in der Nordsee vom 10. bis 16. Mai. Allerdings müssen die Besucher kostenfrei bei ihren Bekannten oder Verwandten übernachten können, wie der Landkreis am Sonnabend per Allgemeinverfügung festlegte. Weitere Voraussetzung für eine Reise auf Deutschlands einzige Hochseeinsel ist demnach ein negatives Corona-Testergebnis. Bisher konnten nur Verwandte von Helgoländern zu Besuch kommen.

Der Kreis Pinneberg begründet die strengen Corona-Regeln für Helgoland damit, dass die Folgen einer Infektionsausbreitung auf der Insel deutlich gravierender seien als auf dem Festland. Die Kapazitäten der Intensivmedizin auf Helgoland seien nur in eingeschränktem Umfang verfügbar und für eine große Anzahl schwer erkrankter Personen nicht ausgelegt. Auch die Beförderung erkrankter oder krankheitsverdächtiger Menschen zurück auf das Festland sei nur unter äußerst schwierigen Bedingungen möglich.