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Corona-Lage in Italien verbessert sich weiter

20:07
07.05.2021
Die Corona-Infektionslage in Italien verbessert sich weiter. Im wöchentlichen Corona-Lagebericht sprachen die Experten des Gesundheitsministeriums am Freitag von einer weiter langsam sinkenden Infektionskurve. Demnach lag der aktuell berechnete 7-Tage-Inzidenzwert bis einschließlich Donnerstag bei durchschnittlich 123 Fällen je 100 000 Einwohnern nach 148 in der Vorwoche.

Der R-Wert, der angibt wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, wurde für den zuletzt berechneten Zeitraum bis Ende April mit etwa 0,89 angegeben und sank ebenfalls. Den Statistiken zufolge lagen alle italienischen Regionen mit Ausnahme der süditalienischen Adria-Region Molise unter der R-Wert-Schwelle von 1, die ein Abklingen der Pandemie signalisiert. Ein Großteil des Landes ist bereits in die sogenannte Gelbe Zone eingeteilt. Dort haben Theater, Kinos und Museen unter speziellen Corona-Auflagen wieder offen und Bars sowie Restaurants dürfen bis zum Ausgangsverbot um 22 Uhr draußen Gäste bedienen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages bezifferten die Gesundheitsbehörden am Freitag auf etwas mehr als 10 500, 210 Menschen seien im selben Zeitraum mit dem Virus gestorben. Damit stiegen die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn auf 4,092 Millionen und die der Virustoten auf rund 122 500.

Malte Bürger

Arme Länder müssen wegen Krise in Indien länger auf Impfstoff warten

19:52
07.05.2021
Die verheerende Corona-Krise in Indien hat auch für ärmere Länder im Rest der Welt gravierende Folgen. Sie erhalten versprochene Impfdosen nicht, weil Indien die Produktion aus dem indischen Serum-Institut nun selbst beansprucht. Dort hatte das internationale Impfprogramm Covax, auf das sich viele ärmere Länder bei der Versorgung mit Impfstoff verlassen, einen großen Teil seiner Impfdosen bestellt. „Covax rechnet nicht mehr damit, dass die Lieferung von Impfdosen aus dem Serum-Institut im Mai wieder aufgenommen werden“, sagte eine Sprecherin der Impfinitiative Gavi, die Covax managt, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Genf.

Bis Mai hätte das Serum-Institut laut Verträgen 110 Millionen Impfdosen an Covax liefern sollen. Es kamen aber nur 20 Millionen an. Covax hofft, die nun leer ausgehenden Empfängerländer bis spätestens Juni beliefern zu können, wie die Sprecherin sagte. Wichtig sei, Menschen zu versorgen, die bereits die erste Dosis des Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben. Dafür fehlten noch 20 Millionen Dosen. Covax hat auch bei anderen Astrazeneca-Lieferanten bestellt.

Die Impfinitiative appellierte an Länder mit große Impfstoff-Depots, Dosen an Covax abzugeben. Covax will bis Ende 2021 mindestens zwei Milliarden Impfdosen ausliefern. Bis 7. Mai wurden 54 Millionen Impfdosen an 121 Länder verteilt. Gavi hat mit den US-Herstellern Moderna und Novavax gerade Verträge über 850 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Die ersten Lieferungen sollen im Oktober kommen.

Malte Bürger