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20210505174233

Gesundheitsministerium bekommt weitere 3,8 Milliarden für Impfstoffe

12:39
05.05.2021
Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen. Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das das Nachrichtenportal „The Pioneer“ berichtete.

Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, „um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen COVID-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen“. Der Preis werde aber „zu erheblichen Teilen“ erst 2022 und 2023 fällig. Außerdem stehe ein Vertrag kurz vor dem Abschluss, bei dem es auch um angepasste Impfstoffe für Kinder gehe. Deutschland müsse jetzt Zahlungsverpflichtungen eingehen, damit entsprechend viel Impfstoff bestellt werde.

Michael Rabba

AOK: Wegen Corona weniger Schlaganfallpatienten im Krankenhaus

11:43
05.05.2021
Aus Angst vor Corona-Infektionen scheuen offenkundig Schlaganfallpatienten den Weg in die Klinik. Im vergangenen Jahr wurden in Schleswig-Holstein 3415 AOK-Versicherte in Krankenhäusern stationär mit einem Schlaganfall aufgenommen und damit zehn Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Krankenkasse am Mittwoch berichtete. Aus Angst, sich dort mit dem Coronavirus zu infizieren, meiden die Menschen trotz typischer Symptome den Weg in die Klinik, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordwest, Tom Ackermann. Dies gebe Anlass zur Sorge.

„Daher appellieren wir an die Bevölkerung, bei Notfallsymptomen auch unter den Bedingungen der Pandemie nicht zu zögern und den Notruf zu wählen“, sagte Ackermann. In Schleswig-Holstein sei die Zahl der Schlaganfall-Behandlungen in der ersten Pandemiewelle zwischen März und Mai 2020 um 21 Prozent gesunken. In der zweiten Welle zwischen Oktober und Januar 2021 habe es mit zwölf Prozent Rückgang einen erneuten Einbruch gegeben.

Jan-Felix Jasch