Letztes Update:
20210503140038

Medien: Dänemark verzichtet auf Johnson & Johnson-Impfstoff

13:40
03.05.2021
Die dänische Regierung hat entschieden, den Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson aus seinem Impfprogramm zu streichen. Das berichteten mehrere Medien am Montag unter Berufung auf ein Treffen des Gesundheitsministers Magnus Heunicke mit Vertretern der Parteien.

Grund seien Befürchtungen, dass der Wirkstoff, der auch unter dem Namen Janssen bekannt ist, in seltenen Fällen zu Blutgerinnseln führen kann. Aus demselben Grund hatte Dänemark zuvor den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca aus dem Programm genommen.

Da man von diesem Präparat nur eine Dosis benötigt, hatte Dänemark der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge besonders viel bestellt. Der Direktor der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm, wies darauf hin, dass ein Stopp für Johnson & Johnson dazu führen könne, dass gesunde, junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren etwas länger auf ihre Impfung warten müssen.

Max Seidenfaden

Impfungen in kleineren Firmen: Mitarbeiter müssen wohl in die Praxis

13:10
03.05.2021
Mitarbeiter kleinerer Firmen werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) künftig wohl in den Praxen der Betriebsärzte die Gelegenheit zur Impfung bekommen. Dass der Arzt von Betrieb zu Betrieb zieht, sei anders als bei einer Grippeimpfung wohl nicht möglich, sagte VDBW-Vizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Man gehe davon aus, dass den Ärzten vorrangig der Stoff von Biontech zur Verfügung stehen werde, weil davon aktuell sehr viel produziert werde. „Der Impfstoff ist labil, da kann man nicht mit der Kühltasche über Land ziehen.“

Viele Großunternehmen haben sich in Anlehnung an die Impfzentren schon lange mit großen Impfstraßen auf einen Start vorbereitet. Spätestens ab der Woche vom 7. Juni soll es dann so weit sein: Laut Bundesgesundheitsministerium sind mindestens 500 000 Impfdosen pro Woche vorgesehen.

Max Seidenfaden

Frankreich erlaubt mehr Zuschauer bei French Open

12:26
03.05.2021
Bei den French Open der Tennisprofis dürfen mehr Zuschauer kommen als im vergangenen Jahr. Es werden höchstens 1000 Zuschauer pro Platz zugelassen, kündigte Bildungs- und Sportminister Jean-Michel Blanquer am Sonntagabend im TV-Sender France 3 an. Die Gesamtkapazität könne zu 35 Prozent ausgeschöpft werden. Das Grand-Slam-Turnier in Paris war bereits um eine Woche nach hinten verlegt worden und soll vom 30. Mai bis 13. Juni stattfinden.

Durch den späteren Termin erhoffen sich die Organisatoren mehr Zuschauer bei dem Sandplatz-Turnier. Auch im vergangenen Jahr gab es coronabedingt eine Verschiebung, das Turnier wurde von September bis Oktober ausgetragen. Damals durften höchstens 1000 Zuschauer pro Tag auf die gesamte Anlage.

Blanquer sagte, an den Regeln für Roland Garros werde noch gearbeitet. Ob es für Abendspiele Ausnahmebescheinigungen für Besucher geben werde, sei bisher offen. Trotz der Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Frankreich gilt die abendliche Ausgangssperre zunächst weiter, daran müssen sich alle Bürger grundsätzlich halten.

Der Ressortchef wies in allgemeiner Form auf eine für den 9. Juni geplante Lockerungsetappe hin. Dann sollen bis zu 5000 Menschen bei Sportveranstaltungen zugelassen werden.

Jan-Felix Jasch