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USA: Maskenpflicht in Flugzeugen bis September verlängert

08:10
01.05.2021
Die wegen der Coronavirus-Pandemie in den USA verhängte Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wird bis zum 13. September verlängert. Die Transportsicherheitsbehörde TSA teilte am Freitag mit, trotz rasant fortschreitender Impfungen in den USA blieben Masken ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Die TSA setze damit Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC um, wonach vollständig geimpfte Personen zwar innerhalb der USA wieder sicher reisen könnten, dabei aber weiterhin Vorsichtsmaßnahmen beachten müssten.

Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Häfen. Verstöße können mit 250 Dollar (208 Euro) Strafe geahndet werden, im Wiederholungsfall drohen Bußgelder bis zu 1500 Dollar. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter zwei Jahren sowie Menschen mit gewissen Einschränkungen. Die Maßnahme trat am 1. Februar infolge einer Verfügung von US-Präsident Joe Biden in Kraft. Ohne die nun erfolgte Verlängerung wäre sie nach TSA-Angaben am 11. Mai ausgelaufen.

Nach Angaben des Weißen Hauses wurde am Freitag die Marke von 100 Millionen vollständig geimpften Amerikanern erreicht. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen - somit hat annähernd jeder Dritte in der Bevölkerung die erforderlichen Corona-Impfdosen bekommen.

Patrick Reichelt

Zeitung: 40 Prozent mehr Psychotherapie-Anfragen seit Corona

07:31
01.05.2021
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) schlägt Alarm: Wegen massiv steigender Anfragen sollten die gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten für Therapien bei Privat-Therapeuten übernehmen. "Nach einer Umfrage bei den Praxen lag die Zahl der Anfragen im Januar 40 Prozent über dem Januar 2020", sagte BPtK-Präsident Dietrich Munz den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Bei Kinder- und Jugendtherapeuten seien es sogar 60 Prozent. "Das ist ein dramatischer Anstieg und ein Hinweis darauf, wie viele Leute unter der Pandemie leiden", erklärte Munz.

Die Kammer appelliert deshalb "eindringlich" an die gesetzlichen Krankenkassen, die Kostenerstattung für Therapien bei nicht kassenzugelassenen Psychotherapeuten ohne größere bürokratische Hürden möglich zu machen. Damit könne schnell Druck aus dem System gelassen werden. "Es ist wirklich eine Notsituation", sagte Munz.

Weil die Zahl der Psychotherapeuten und -therapeutinnen mit Kassensitz begrenzt ist, gibt es rechtlich die Möglichkeit für Patientinnen und Patienten, zu Therapeuten ohne Kassensitz zu gehen und die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse erstatten zu lassen. Davon würden die Kassen allerdings nur sehr restriktiv Gebrauch machen, kritisierte Munz. Aktuell bedeute die hohe Zahl der Anfragen lange Wartezeiten für Betroffene von psychischen Erkrankungen.

Patrick Reichelt