Letztes Update:
20210430153148

Brasilien ruft Länder zur Abgabe von Corona-Impfstoff auf

15:21
30.04.2021
Brasiliens Gesundheitsminister hat inmitten der verheerenden Corona-Lage im Land die Bemühungen bei der landesweiten Impfkampagne hervorgehoben. „Brasilien hat 41 Millionen Dosen Covid-19-Impfstoff verabreicht. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns, um jeden Tag 2,4 Millionen Menschen zu impfen“, sagte Marcelo Queiroga bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag. Er forderte andere Länder dazu auf, vorrätige Impfdosen abzugeben, damit Brasilien seine Impfkampagne ausweiten und die Ausbreitung neuer Varianten verhindern könne.

Brasilien ist eins der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit. Am Donnerstag überschritt das größte und bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika die Marke von 400 000 nachgewiesenen Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Erst vor gut einem Monat hatte Brasilien die Marke von 300 000 Corona-Toten überschritten. Zuletzt waren die Zahlen der Infizierten und Verstorbenen leicht zurückgegangen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte jedoch davor, nachlässig zu werden.

Jean-Pierre Fellmer

Spahn: Corona-Erleichterungen für Geimpfte könnten schnell kommen

14:20
30.04.2021
Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen könnte es schon sehr bald eine Lockerung der Regeln geben. Im Moment liefen dazu bereits Abstimmungen zwischen Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag bei einem Besuch im Hamburger Impfzentrum. Die Verordnung könnte nach seiner Einschätzung schon in der kommenden Woche auf den Weg gebracht werden: „Wenn dann alle wollen und Kompromisse schnell möglich sind, kann das natürlich auch - die nächste Bundesratssitzung ist am 7. Mai - Ende nächster Woche abgeschlossen sein.“ Voraussetzung dafür seien aber Kompromisse. „Wir als Bundesregierung sind bereit dazu“, fügte Spahn hinzu.

Der Minister stellte die Frage, ob es möglich sei, vollständig geimpfte Menschen noch mit Freiheits-, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zu belegen, und antwortete: „Da kommen wir zu dem Ergebnis, dass nicht, weil die individuellen Freiheitsrechte in unserer freiheitlichen Grundordnung sehr, sehr stark zu gewichten sind.“

Jean-Pierre Fellmer