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20210429072730

Luftwaffe soll von Samstag an Corona-Hilfe nach Indien fliegen

07:27
29.04.2021
Die Luftwaffe soll von Samstag an medizinische Hilfsgüter in das von der bislang schlimmsten Corona-Welle erfasste Indien fliegen. In der kommenden Woche werde zudem eine komplexe Anlage zur Herstellung von Sauerstoff mit zwei A400M-Transportflugzeugen in das Land gebracht, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Für den Aufbau der Anlage und eine Einweisung seien dann vor Ort 16 Sanitätssoldaten vorgesehen. Geplant sei, im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums in einem ersten Flug am Samstag 120 Beatmungsgeräte nach Indien zu bringen, hatte das Ministerium zuvor erklärt.

Corona-Lage in Niedersachsen ist weiter angespannt

07:04
29.04.2021
Die Corona-Lage in Niedersachsen ist weiter angespannt, die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag allerdings im landesweiten Durchschnitt auf 104,8 nach 110,6 am Vortag gesunken. 1843 neue Infektionsfälle wurden am Donnerstag registriert, am Vortag waren es 1118, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Zwar ist die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken mit 1038 inzwischen etwas gesunken. 303 Patienten müssen aber auf der Intensivstation behandelt werden, 225 davon werden künstlich beatmet.

15 der 45 Landkreise und Großstädte sind weiterhin Corona-Hotspots mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am problematischsten ist die Lage im Kreis Vechta (304,7), gefolgt von der Stadt Salzgitter (245,5) und der Stadt Delmenhorst (197,3).

Rufe nach bevorzugter Impfung für Eltern

06:44
29.04.2021
Kinderärzte und der FDP-Familienpolitiker Grigorios Aggelidis fordern eine frühere Corona-Impfung für Eltern. „Wir müssen jetzt rasch einen Schutzwall um Kinder aufbauen, indem wir auch Eltern bevorzugt impfen“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Es werde voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein Impfstoff für Kinder zugelassen sei. Gleichzeitig erkrankten aber immer mehr jüngere Menschen. „Wir müssen jetzt handeln, um nach den Sommerferien eine Verbesserung für Kinder und Eltern zu erreichen“, forderte Aggelidis.

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder und
Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, nannte es „sehr sinnvoll, Eltern vor kinderlosen Erwachsenen im selben Alter
zu impfen“. Auch Kinder müssten geschützt werden, damit sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es geht dabei nicht nur um Schule und
Kita, sondern auch um alles andere, was zum Leben eines Kindes oder
Jugendlichen dazu gehört.“

Aggelidis regte an, Eltern ab Mitte Mai bevorzugt zu Impfungen einzuladen. Bis dahin sei voraussichtlich genügend Impfstoff vorhanden. „Auch Lehrer und Erzieher haben wir wegen ihrer Systemrelevanz bevorzugt geimpft“, sagte er. „Eltern sind noch mehr Bindeglied zwischen Kindern und dem Rest der Gesellschaft und könnten somit eine Schlüsselrolle einnehmen.“

Bisher ist geplant, dass Corona-Impfungen spätestens ab Juni für alle in Deutschland möglich sein sollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle dann auch bereits einen Termin bekommen. Außerdem hängt der Termin auch davon ab, wie zuverlässig Impfstoffe geliefert werden.